Hier ist eine Frage, die viele Networker frustriert:
“Warum bin ich so beschäftigt, aber mein Geschäft wächst nicht?”
Die Antwort ist oft: du machst zu viel selbst.
Du führst jede Präsentation selbst durch. Du beantwortest jede Frage selbst. Du löst jedes Problem selbst.
Du denkst, dass du der Superheld sein musst, der alles rettet.
Aber hier ist die Wahrheit: Wenn du alles selbst machst, wirst du zum Engpass deines eigenen Geschäfts.
Heute lernst du die Kunst des Delegierens – und warum die erfolgreichsten Networker nicht die bist, die am meisten tun, sondern die, die am besten delegieren.
Das Problem: Der Superheld-Komplex
Viele Networker haben den Superheld-Komplex.
Du denkst:
- “Wenn ich es nicht selbst mache, wird es nicht richtig gemacht.”
- “Mein Team braucht mich. Ich kann nicht delegieren.”
- “Es ist schneller, wenn ich es selbst mache.”
Und ja, kurzfristig stimmt das. Es ist schneller, wenn du es selbst machst.
Aber langfristig? du baust ein Geschäft, das von dir abhängt. Und das ist kein Geschäft. Das ist ein Job.
Ein echtes Geschäft läuft auch ohne dich. Ein Job hört auf, wenn du aufhörst.
Stellst du dich vor, du gehst für 2 Wochen in den Urlaub. Keine E-Mails. Kein Handy. Keine Arbeit.
Was passiert mit deinem Geschäft?
- Wenn es zusammenbricht, hast du einen Job.
- Wenn es weiterläuft, hast du ein Geschäft.
Die Frage ist: Was willst du?
Warum Delegieren so schwer ist
Es gibt drei Gründe, warum die meisten Networker nicht delegieren:
Grund 1: Angst vor Kontrollverlust
“Wenn ich es nicht selbst mache, wird es nicht so gut, wie ich es will.”
Das stimmt. Es wird nicht so gut sein, wie du es machst. Zumindest am Anfang.
Aber hier ist die Frage: Ist es besser, dass du alles perfekt machst und nicht wächst? Oder ist es besser, dass dein Team es zu 80% macht und du multiplizierst?
Perfektion ist der Feind von Wachstum.
Grund 2: Schuldgefühle
“Ich kann meinem Team nicht noch mehr Arbeit geben. Du bist schon so beschäftigt.”
Aber hier ist die Wahrheit: du tust deinem Team keinen Gefallen, wenn du alles selbst machst. Du beraubst sie der Chance zu wachsen.
Wenn du deinem Partner nie erlaubst, eine Präsentation selbst durchzuführen, wird er nie lernen, wie es geht.
Delegieren ist nicht egoistisch. Delegieren ist Leadership.
Grund 3: Mangel an Vertrauen
“Ich weiß nicht, ob mein Team das kann.”
Aber hier ist die Frage: Woher sollst du es wissen, wenn du es nie ausprobierst?
Die meisten Menschen unterschätzen, was ihr Team leisten kann. Weil sie ihnen nie die Chance geben.
Die 3 Ebenen des Delegierens
Es gibt drei Ebenen des Delegierens. Jede Ebene erfordert mehr Vertrauen, aber auch mehr Freiheit.
Ebene 1: Aufgaben delegieren
Das ist die einfachste Ebene. Du gibst deinem Team konkrete Aufgaben.
Zum Beispiel:
- “Kannst du diese 5 Menschen zum Webinar einladen?”
- “Kannst du diese Nachricht an die neuen Partner schicken?”
- “Kannst du die Social Media Posts für diese Woche vorbereiten?”
Das ist gut für den Anfang. Aber es ist noch keine echte Delegation. Warum? Weil du immer noch die Kontrolle hast.
Ebene 2: Verantwortung delegieren
Das ist die mittlere Ebene. Du gibst deinem Team nicht nur Aufgaben, sondern Verantwortung.
Zum Beispiel:
- “Du bist verantwortlich für die Betreuung der neuen Partner in diesem Monat.”
- “Du bist verantwortlich für die Organisation des nächsten Team-Events.”
- “Du bist verantwortlich für die Follow-ups mit den Interessenten.”
Das erfordert mehr Vertrauen. Aber es gibt deinem Team auch mehr Ownership.
Ebene 3: Entscheidungen delegieren
Das ist die höchste Ebene. Du gibst deinem Team nicht nur Verantwortung, sondern auch die Freiheit, Entscheidungen zu treffen.
Zum Beispiel:
- “Du entscheidest, wie wir das nächste Event gestalten.”
- “Du entscheidest, welche Strategie wir für Social Media nutzen.”
- “Du entscheidest, wie wir die neuen Partner trainieren.”
Das ist echte Delegation. Und das ist, wie du Leader entwickelst.
Die 4 Fragen, bevor du delegierst
Bevor du etwas delegierst, stellst du dich diese 4 Fragen:
Frage 1: Muss ich das selbst machen?
Wenn die Antwort “Nein” ist, delegierst du es.
Nur weil du etwas gut kannst, heißt das nicht, dass du es tun musst.
Frage 2: Kann jemand anderes das zu 80% so gut machen wie ich?
Wenn die Antwort “Ja” ist, delegierst du es.
80% ist gut genug. Perfektion ist nicht das Ziel. Wachstum ist das Ziel.
Frage 3: Ist das eine Chance für jemanden zu wachsen?
Wenn die Antwort “Ja” ist, delegierst du es.
Delegieren ist nicht nur gut für dich. Es ist gut für dein Team.
Frage 4: Wird das meine Zeit für einkommensproduzierende Aktivitäten freimachen?
Wenn die Antwort “Ja” ist, delegierst du es.
Deine Zeit sollte für die 3 Kern-Aktivitäten reserviert sein: Kontakte, Präsentationen, Follow-ups. Alles andere kann delegiert werden.
Die 5 Schritte zum erfolgreichen Delegieren
Hier ist ein einfacher 5-Schritte-Prozess, um erfolgreich zu delegieren:
Schritt 1: Wähle die richtige Person
Nicht jeder kann alles. Wähle die Person, die am besten für die Aufgabe geeignet ist.
Schritt 2: Erkläre das “Warum”
Menschen arbeiten besser, wenn sie verstehen, warum etwas wichtig ist.
Sag nicht nur: “Mach das.”
Sag: “Ich brauche deine Hilfe dabei, weil…”
Schritt 3: Gib klare Anweisungen
Sei spezifisch. Was soll gemacht werden? Bis wann? Wie soll das Ergebnis aussehen?
Schritt 4: Gib Ressourcen und Unterstützung
Stelle sicher, dass die Person alles hat, was sie braucht, um erfolgreich zu sein.
Schritt 5: Lass los
Das ist der schwerste Schritt. Vertraue der Person. Lass sie es auf ihre Art machen.
Mikromanagement tötet Delegation.
🛠 Deine Praxis-Aufgabe der Woche
Mach HEUTE den Delegations-Audit:
- Schreibe alle Aufgaben auf, die du letzte Woche gemacht hast.
- Markiere die Aufgaben, die du hättest delegieren können.
- Wähle 3 Aufgaben aus, die du diese Woche delegieren wirst.
- Identifiziere die Person, an die du delegierst.
- Delegiere. Und lass los.
Das wird dein Geschäft transformieren.
💥 Dein Montag-Schlussimpuls
Die erfolgreichsten Networker bist nicht die, die am meisten tun. Du bist die, die am besten delegieren.
Du verstehst, dass dein Job nicht ist, alles selbst zu machen. Dein Job ist, Leader zu entwickeln, die alles selbst machen können.
Hör auf, der Superheld zu sein. Fang an, Superhelden zu erschaffen.
Was fällt dir am schwersten zu delegieren? Hinterlasse einen Kommentar!
Erich
P.S.: Manchmal ist der Grund, warum wir nicht delegieren, nicht, dass wir nicht wollen, sondern dass wir nicht wissen, wie. Leadership ist eine erlernbare Fähigkeit. In meinem Buch “Die Kunst der Führung im Network Marketing” findest du Strategien, wie du dein Team effektiv führen und delegieren – ohne auszubrennen. Hier mehr erfahren →
Zitat der Woche:
“Wenn du schnell gehen willst, geh alleine. Wenn du weit gehen willst, geh zusammen.” – Afrikanisches Sprichwort
🔜 Nächste Woche im Montags-Impulse:
“Die Macht der Visualisierung – Warum erfolgreiche Networker ihre Ziele sehen.”


