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Denken und Handeln – Teil 3

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Denken und Handeln – Teil 3

Bob Proctor Bob Proctor vor 5 Jahren
6 Minuten zum Lesen

Stellen Sie sich vor, wie Michelangelo an dem Marmor herummeißelt, der zu David werden soll, und plötzlich ein klick-klick-klick aus der Nähe hört. Er hält inne und stellt fest, dass sich eine völlig fremde Person an die andere Seite des Marmorblocks herangeschlichen hat und sie mit seinem eigenen Meißel bearbeitet. Glauben Sie, dass Michelangelo nur mit den Schultern gezuckt und an seiner Seite weitergearbeitet hätte?

Wohl kaum!

Dieser Fremde ist dabei, eine Schwingung zu schaffen, die für David falsch ist, das wunderschöne Bild, das Michelangelo in seinem Geist pflegt. Ich kann mir eher vorstellen, dass Michelangelo auf diesen Amateurbildhauer so wütend losgegangen wäre wie ein Bauer auf Krähen, die sein Feld heimsuchen. Wahrscheinlich hätte er geschrieen: „Finger weg von meinem David!“ Was er damit in Wirklichkeit sagt, ist jedoch: „Hör auf, meine Schwingung zu ändern! Das ist MEINE energetische Schwingung!“


Wir können verstehen, dass Michelangelo sein Meisterwerk so vehement verteidigt hätte, doch wir selbst verteidigen das Bild, das wir in UNSEREM Kopf haben, nur ganz selten so energisch, wenn die Welt draußen versucht, an unserem Traum herumzumeißeln.

Was die Außenwelt von uns will, hat gewöhnlich nichts mit unseren eigenen Schwingungen zu tun, sondern ist für uns in den meisten Fällen so sinnvoll wie die Entscheidung einer Eichel, mitten im Wachsen zu einem Pfau zu werden. Äußere Einflüsse versuchen, in unsere Energien gegenteilige Energien einzubringen oder solche, die nicht mit uns harmonieren. Sobald wir uns gefühlsmäßig auf solche äußeren Einflüsse einlassen, wird unsere schöne David-Statue zerstört… sie zerfällt… was wir uns in unserem Leben am meisten wünschen, schwindet dahin.
Um dies zu vermeiden, müssen wir uns eifrig darum bemühen, uns andere Ergebnisse zu wünschen.
Ich habe Sie gebeten, einen Blick auf die bisherigen Ergebnisse Ihres Lebens zu werfen. Kehren wir nun zu den Gedanken zurück, die Sie hatten, als ich Ihnen diese Fragen stellte.

Hier beginnt der zweite Schritt:
Ich möchte herausfinden, woher diese Gedanken kommen.

Michelangelo wurde wiederholt erzählt, dass sein Marmorblock nichts Gutes enthielte. Drei andere Bildhauer hatten dies bereits behauptet. Aber Michelangelo kümmerte sich nicht darum, was SIE dachten. Diese FREMDEN Gedanken waren nicht in Übereinstimmung mit seiner eigenen energetischen Schwingung. Also schob er ihre Meinungen beiseite und fuhr mit seiner Arbeit fort.

  • Gründen Sie das Meisterwerk Ihres Lebens auf die Gedanken anderer?
  • Sind es wirklich Ihre eigenen Gedanken?
  • Oder die Ihrer Eltern?
  • Eines Lehrers?
  • Ihrer Gefährtin oder Ihres Gefährten?
  • Eines Freundes?
  • Wollen Sie so leben wie sie?
  • Wollen Sie nach deren Regeln leben?

„Natürlich nicht!“, werden Sie sagen. Warum also lassen Sie DEREN Gedanken Einfluss auf IHRE Schwingung nehmen, auf die Ergebnisse für IHR Leben? Glauben Sie, dass Michelangelo eine Meute von Zaungästen gehabt hat, die ihm sagten, dass es wirklich besser wäre, wenn er Davids Arm HIER anbringen würde?

Tatsächlich wird folgende Geschichte erzählt: Als Michelangelo die vollendete Statue seinem Mäzen Pier Soderini vorstellte, hatte dieser die Frechheit, dem Künstler zu sagen, dass Davids Nase zu lang sei. Michelangelo tat daraufhin so, als höre er auf diesen Ratschlag, und kletterte wieder auf das Gerüst. In der einen Hand hielt er den Meißel, in der anderen verbarg er etwas Marmorstaub. Nach einigen Minuten rieselte etwas Marmorstaub auf Soderinis Füße herunter. Michelangelo hatte nichts anderes getan, als seine geschlossene Faust zu öffnen, um den Marmorstaub herabregnen zu lassen, aber Soderini war davon überzeugt, dass Davids Nase „jetzt perfekt ausgearbeitet“ war.

Michelangelo wusste, dass Davids Nase so war, wie er sie sich vorgestellt hatte. Er ließ es nicht zu, dass irgendjemand dieses Bild änderte.

Es mag sein, dass Sie mit Ihrem Leben nicht zufrieden sind, aber solange Sie sich nicht wirklich bemühen herauszufinden, woher die Gedanken kommen, die zu diesen Ergebnissen GEFÜHRT haben – bevor Sie erkennen, dass das Bild, das Sie schaffen, nicht IHR EIGENES ist –, können Sie auf dem Weg zu einem besseren Leben nicht viele Fortschritte machen. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, die Ergebnisse Ihres Lebens zu untersuchen, kann das ebenso Licht in das Dunkel Ihres Lebens bringen, wie ein Leuchtturm seinen Lichtstrahl in die dunkelschwarze Nacht hinaussendet.

Jetzt ist es Zeit für den dritten Schritt:
Wie ernst ist es Ihnen damit, andere Dinge zu erreichen?

Bevor irgendetwas geschehen kann, müssen Sie sich selbst FEST vornehmen, den Grund für Ihre Situation zu ändern.

Michelangelo hat sich den vollendeten David in seinem Kopf so deutlich vorgestellt und sich so stark vorgenommen, dieses Ergebnis zu erschaffen, dass er bei der Berührung des aufgegebenen Marmorblocks wusste: David – und nichts anderes als David – befindet sich hierin. In seinem Museum, der Academia von Florenz, steht David heute als Zeichen für Michelangelos FESTEN Vorsatz.

Noch faszinierender sind für mich jedoch die unvollendeten Werke von Michelangelo, die in der Galerie auf dem Weg zu David aufgereiht sind. In einem Marmorblock sehen Sie Atlas, die Welt auf den Schultern, aber die Beine noch im marmornen Grund. In einem anderen erkennen Sie die Schultern und das liebliche Profil einer Frau, doch ihr Haar steckt noch im Stein. Es gibt ungefähr ein Dutzend solcher Statuen, in unseren Augen leider unvollendet, doch in Michelangelos Augen nichts anderes als vollständige, dreidimensionale Figuren. Für Michelangelo stellte sich nicht die Frage, WEN der Marmor in seinem kalten Griff hielt. An diesen unvollendeten Werken findet sich kein zögerlicher Hammerschlag. Sie sind genauso kühn aus dem Stein geschlagen und gestaltet wie die polierte, fertige Form von David am anderen Ende der Halle. Der Künstler ließ dieses Leben einfach hinter sich, bevor er diese Meisterwerke vollständig befreien konnte. Michelangelo hatte sich vorgenommen, das Meisterwerk bis zum Ende zu führen, da er vom ersten Schlag an das fertige Ergebnis sah.

Haben Sie sich wirklich vorgenommen, Ihr Meisterwerk zu gestalten?
Van Gogh hat einmal gesagt: „Ich träume meine Gemälde und male meinen Traum.“

Wovon träumen SIE? Was sehen Sie ohne Wenn und Aber für sich selbst im Marmorblock Ihres Lebens?

Nehmen Sie sich FEST vor, es zu verwirklichen. Denken Sie daran, wir sprechen hier über IHR Leben! Das Leben, das vor Ihnen liegt, ist der feinste Marmor. Darin befinden sich so viel Vollkommenheit und Schönheit, dass Sie nicht einfach hier und da mal ein bisschen daran herummeißeln können. In diesem Marmor, den Sie Ihr Leben nennen, steckt ein solches Meisterwerk, dass Sie nicht länger daran herumpfuschen dürfen. Sie sind kein Amateur. Sie wissen, was Sie aus Ihrem Leben machen wollen. Sie haben seit Jahren davon geträumt. Also nehmen Sie den Meißel auf und beginnen Sie noch heute damit, daraus Ihre Wirklichkeit zu schaffen!

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Seit mehr als 50 Jahren konzentriert sich Proctor darauf, Menschen zu einem besseren Leben, mehr Wohlstand und Klarheit zu verhelfen.

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