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Die Transformation des Network Marketing

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Die Transformation des Network Marketing

Robert Pauly Robert Pauly vor 4 Jahren
11 Minuten zum Lesen

Im Folgenden lesen Sie einen Auszug aus John Milton Foggs Bestseller „Die besten Networker der Welt„:

 

Sven Goebel wurde nahe Frankfurt, in Hanau am Main geboren.

Svens Vater war ein Architekt und Baumeister. Seine Mutter leitete das Büro der kleinen Bau- und Immobiliengesellschaft der Familie. Sven war das einzige Kind und beschreibt seine Kindheit als „ein nettes, gewöhnliches, konventionelles familiäres Umfeld“. In Svens Jugend war seine Mutter die treibende Kraft. Da sie nie selbst all das tun konnte, was sie eigentlich wollte, machte sie es sich zur Lebensaufgabe, dass es bei Sven anders werden sollte.

Es ging dabei nicht um Geld oder die modischste Kleidung oder sonstige „Dinge“.

Das Wichtigste war Bildung und Svens Eltern investierten viel in die seine.

Ab dem Alter von 11 Jahren wurde Sven immer wieder im Rahmen von Schüleraustauschprogrammen ins Ausland geschickt, um Fremdsprachen zu erlernen und seine Weltsicht zu erweitern. Seine Eltern entstammten einer Generation, die ihren Söhnen eine hervorragende Ausbildung geben wollte, damit sie eines Tages eine Stelle bei einer großartigen Gesellschaft bekämen und dort bis zur Rente arbeiten könnten. Doch Svens Welt war eine andere als die seiner Eltern und er beschloss frühzeitig, dass er ein anderes Leben führen wollte.

Als Sven ein Teenager von 18 oder 19 Jahren war, begann er zu überlegen: „Was soll ich machen, wenn ich die Schule abschließe?“ Ihm war klar, dass er einen guten Beruf erlernen wollte, einen, in dem er mit Menschen zu tun hätte, und er wollte auch etwas mit seinen eigenen Händen tun. Er verbrachte viele Abende in der Garage, wo er Dinge zusammenbaute und seine Fahrräder und Mopeds reparierte und das machte ihm Spaß. Außerdem wollte er Geld verdienen. Viel Geld.

Sven bewarb sich an der Medizinischen Fakultät der Universität. Das Problem war, dass man für ein Medizinstudium die allerbesten Noten haben musste, und Svens Noten waren nicht gut genug. Er kam nicht rein.

Stattdessen nahm Sven also ein Studium der Naturwissenschaften auf, speziell der Chemie, und plante, dass er später auf Medizin umsteigen würde. Aber sein Herz gehörte nicht der Chemie. Svens erste sechs bis zwölf Monate an der Uni waren ein jämmerlicher Fehlschlag.

Das rüttelte ihn wach – denn es griff sein Ego an. Sven sagte sich, dass er mindestens 100 % geben oder die Universität verlassen müsse.

Er gab die ganzen 100 – und war von dem Studium zunehmend begeistert. Sven schloss das Studium mit den besten Noten seiner Klasse und promovierte Cum Laude. Doch die Anstrengungen waren seinem Kopf entsprungen, nicht seinem Herzen.

Als Sven 1992 an seiner Doktorarbeit saß, ereignete sich eine große Veränderung in seinem Leben. Ein Tennispartner und guter Freund von ihm hatte die Universität gleich nach dem Examen verlassen, weil ihm seine schlechten Noten nicht erlaubten, für ein Doktorat weiterzustudieren. Er hatte als Chemieingenieur seine eigene Firma gegründet. Ein Jahr später war dieser Freund enorm erfolgreich, fuhr einen BMW 850, hatte eine wunderschöne Wohnung und verbrachte mehr Zeit als je zuvor am Tennisplatz.

Sven dachte sich: „Moment mal. Da kann doch etwas nicht stimmen. Wer hat die guten Noten? Wer hat versagt? Und wer ist inzwischen wirklich erfolgreich geworden?“ Sven war nicht neidisch. Er fragte sich nur:

„Auf welcher Seite will ich mich bewegen?“

Zu etwas der gleichen Zeit las Sven einen Ausspruch von Bill Gates, wo dieser sagte, dass alle erfolgreichen Unternehmer gern Universitätsabsolventen beschäftigen und dass letztendlich „die Schüler mit den besten Noten für die Schüler mit den schlechtesten Noten arbeiten.“ Sven war auf der falschen Seite. Er verspürte ein plötzliches Verlangen nach Freiheit und wollte nichts mehr mit der Vorstellung zu tun haben, von einem traditionellen Job in der Chemieindustrie verschlungen zu werden.

Völlig unerwartet erhielt Sven einen Anruf von einem Schulfreund, der ihn zu einer Network-Marketing-Präsentation in ein Hotel in Frankfurt einlud. Es war nur ein kleines, wöchentliches Treffen zur Vorstellung der Geschäftsgelegenheit. Es veränderte Sven Goebels Leben zum Besseren. Für immer.

An jenem Abend erfuhr er, dass es am darauffolgenden Wochenende eine riesige Veranstaltung etwa zwei Stunden Autofahrt südlich von Frankfurt geben würde. Der Topverdiener des Unternehmens würde dort eine Rede halten. Sven und sein Freund beschlossen hinzufahren.

Der Saal war mit Hunderten von Menschen gefüllt. Es war ein völlig anderes Szenarium, als sie es von der Universität gewohnt waren. Sven saß dort in Jeans, Lederkrawatte und einer ausgeliehenen Anzugjacke, umgeben von aufgeregten, ehrgeizigen Männern und Frauen mit leuchtenden Augen in schicker Geschäftskleidung.

Inmitten der Veranstaltung öffnete sich eine Tür und es entfaltete sich eine Szene, die Sven nie vergessen wird. Ein junger Mann aus Florida stolzierte herein. Er trug lederne Cowboystiefel, einen hellgrünen Anzug, einen Aktenkoffer aus Krokodilleder und an seinem Handgelenk funkelte eine riesengroße, mit Diamanten besetzte Armbanduhr. Im Vorbeigehen hinterließ er eine Wolke von Eau-de-Cologne. Sven hatte noch nie einen solchen Typen gesehen. Er war völlig verdutzt.

Der junge Mann ging auf die Bühne und erzählte dem Publikum, dass er in dem Geschäft sieben Millionen Dollar verdient hat. Er hatte als Kellner begonnen und hatte sich damit sein Studium finanziert. Er war 27 Jahre alt. Sein Name war Jeff Roberti.

Sven sah seinen Freund an und sagte: „Denk mal darüber nach. Könnte es uns beiden gelingen, dass wir zusammen auch nur 10 % davon schaffen, was dieser Typ getan hat? Sind wir in der Lage, das zu tun?“ Sein Freund sah ihm direkt in die Augen und sagte: „Aber selbstverständlich!“ Sven sagte:

„Das sind 700.000 Dollar. Fangen wir an.“

Sie schrieben sich noch am gleichen Tag ein – und legten damit den Grundstein für die „Transformation des Network Marketing“.

Sven verbrachte die ersten paar Monate damit, dem Pfad zu folgen, den ihm seine Eltern gewiesen hatten: Er investierte in seine Ausbildung. Der Mann, der ihn zum Geschäft hingeführt hatte, schrieb sich selbst in der Tat nie ein; so hatte Sven keine Upline. Er war völlig allein auf sich gestellt.

Ganz Student, las Sven Bücher. Er fand eine Crossline-Gruppe in seiner Nähe und nahm an deren Treffen teil. Sven hatte ein natürliches Redetalent und man holte ihn gleich auf die Bühne. Sven wurde Teil jener Organisation, ohne in ihre Payline eingebunden zu sein. Diese frühe Erfahrung stellte für Sven einen der Eckpfeiler seiner Geschäftsphilosophie dar.

„Wir alle müssen unseren Beitrag leisten. Nicht nur für unser eigenes Team. Wir sind für den Gesamterfolg der gesamten Organisation innerhalb unserer Gesellschaft verantwortlich und, was noch wichtiger ist, für den Gesamterfolg von Network Marketing an sich.“

Sven mühte sich anfangs sehr ab. Er sagt: „Ich habe den schweren Weg genommen.“ Er druckte Flugblätter, verteilte Werbung in Briefkästen, klopfte an Türen, versuchte, Termine in Arztpraxen zu bekommen, um in ihren Wartezimmern Produkte ausstellen zu können. Es war schwer.

Er hatte etwas Hilfe. Sein Vater wollte ihm wirklich zum Erfolg verhelfen, also rief er seine Freunde an und sagte: „Wenn Sven zu euch kommt und euch seine Produkte anbietet, kauft ihm bitte etwas ab. Ich möchte wirklich, dass er damit Erfolg hat.“ Das war nett gemeint, brachte Sven aber nicht wirklich voran.

Eines Tages entdeckte Sven den richtigen Dreh. Wenn er über seine Zukunftsvorstellungen sprach, sprang der Funke auf die Leute über und sie wurden ganz aufgeregt. Er entdeckte seine Leidenschaft und wurde auch ganz aufgeregt. Sven verlagerte seinen Schwerpunkt auf das Geschäftsmodell und die Möglichkeiten, die es den Menschen bot, um Freiheit und Unabhängigkeit zu erlangen. Er begann, sich auf das „Warum“ der Menschen zu konzentrieren.

Sven traf plötzlich auf Menschen, die von seiner Vision begeistert waren, und seine Organisation begann sofort zu wachsen. Er war nun bei seinem zweiten Unternehmen, wo er mit demselben Team von Menschen begann, und das Geschäft wuchs explosionsartig.

„Was uns im Grunde erfolgreich gemacht hat, war Konzentration und fleißige Arbeit“, sagt Sven. „Wir taten die Dinge, die getan werden mussten, und manchmal – und sogar sehr oft – taten wir Dinge, zu denen wir keine Lust hatten.“

Sven erreichte in seinem 13. Monat ein sechsstelliges Einkommen. Er war 29 Jahre alt.

Sven blieb sechs Jahre lang bei diesem Unternehmen. Leider – obwohl Svens Einkommen explosionsartig anwuchs und das Unternehmen einen sehr guten Namen hatte – stellte es das Geschäft ein. Aus seiner heutigen Sicht, nachdem er sich bei einem anderen Unternehmen erneut an die Spitze hochgearbeitet hat und sich dort wohl und sicher fühlt, ist Sven für jene Erfahrung dankbar. Doch damals war der Verlust eines so bedeutenden Einkommens und die Aussicht, wieder ganz von vorne beginnen zu müssen, für ihn ein schwerer Schlag.

Sven führt seinen Erfolg in dem Geschäft darauf zurück, dass er mit wöchentlichen Geschäftsvorstellungen, wöchentlichen Schulungen und einem sehr einfachen System von täglichen Aktivitäten, das er KISS nannte, eine solide Infrastruktur aufgebaut hat.

Sven nahm das alte Akronym für „Keep It Simple, Stupid!“ und verwandelte es in einen täglichen Handlungskreislauf von „Kontakt, Information, Start und Schulung“. Das war im Jahr 1994 und Sven und sein weltweites Team nutzen es noch heute.

Svens KISS-System nahm enorme Ausmaße an, als er seinen Schwerpunkt von der Geschäftsförderung auf die Förderung der menschlichen Persönlichkeit verlagerte.

Sven hatte es im Gefühl, dass hinter dem Aufbau einer riesigen Organisation mehr steckte als nur Aquirieren, Aquirieren, Aquirieren. Er interessierte sich immer mehr für das Thema Führungseigenschaften und fragte sich: „Wie bringe ich gewöhnliche Menschen – wo ich auch mich selbst einschließe – dazu, echte, spitzenmäßige, charismatische Führungspersönlichkeiten zu werden, die eines Tages eine Organisation lenken können, die den ganzen Globus umspannt?“ Sven stellte Folgendes fest…

„Geschäftliches Wachstum folgt immer dem persönlichen Wachstum.“

Die nächste Frage lautete: Wie lässt sich persönliches Wachstum in das System einfügen?

Sven erhielt die Antwort vom Hauptgeschäftsführer seines Unternehmens. Stewart Hughes, der ihm ein Schulungsprogramm namens KASH überreichte, was für Knowledge, Attitude, Skills, und Habits (auf Deutsch: Wissen, Einstellung, Fähigkeiten und Gewohnheiten) stand. Die Kombination von KISS und KASH machte Sven neugierig und als ein Mann mit einem Doktortitel in Chemie tat er das, was Chemiker eben tun: Er begann zu experimentieren. Er entwickelte, prüfte und veredelte die Formel.

Heute ist dieses System in seiner Gänze schriftlich niedergelegt und er lehrt es. Es ist auf seiner Website zu sehen, es gibt Werkzeuge dazu und Organisationen aus der ganzen Welt – viele außerhalb von Svens eigenem Unternehmen – nutzen es bei ihren Leuten mit großem Erfolg.

Sich weniger auf den Geschäftsaufbau und mehr auf den „Aufbau von Menschen“ zu konzentrieren hat Sven Goebel zu seiner heutigen Aufgabe geführt. Diese lautet schlicht und einfach, eine „Transformation des Network Marketing“ zu schaffen.

Svens Ziel ist es, eine „Brücke“ für Menschen außerhalb der Branche zu bauen. Eine Brücke, über die sie in diesen Beruf kommen und die wahren Werte kennenlernen können, die Network Marketing in sich birgt. Damit sie sehen, dass wir von Integrität geleitet werden. Wenn wir all die Reklame, die Übertreibungen und die Geschichten außer acht lassen und die Dinge authentischer und realistischer darstellen, sieht es Sven kommen, dass „viel, viel mehr Menschen den Millionen von Einladungen folgen werden, in diesen Beruf einzusteigen, die sie von all den Networkern auf der ganzen Welt erhalten werden.“

Das ist das, was Sven am liebsten lehrt, und was er zudem selbst verkörpert und wofür er als Vorbild dient.

Als Sven vor zwei Jahrzehnten mit Network Marketing begonnen hat, war er 26 Jahre alt. Er gibt zu, dass er das Geld haben wollte und die Spielzeuge und Reisen und die Freiheit und Unabhängigkeit, die ihm dieses Geschäft mit Sicherheit geben konnte.

Sven war auch ein Wissenschafler und kannte sich mit Physik aus. Er erkannte sofort die Bedeutung der Hebelwirkung und es gefiel ihm, dieses Wissen aufs Geldverdienen zu übertragen. Er wurde „vom Geschäftsmodell infiziert“. Da gab es eine Chance, (als Student) ohne größere Geldausgaben ein Geschäftsinhaber zu werden – und mit so wenig Risiko.

Das war etwas, was er verkaufen und wofür er andere Menschen begeistern konnte. Und genau das hat er getan. Und zwar meisterhaft.

Heute fühlt sich Sven Goebel bei seinem Unternehmen wohl. Und setzt sich für sein Ziel ein, Milliardenumsätze auf dem Weltmarkt zu erwirtschaften. Er hat immer schon davon geträumt, sich an einem so großen Vorhaben zu beteiligen.

Sein persönliches Ziel ist es, herauszufinden, wie viele Menschen er zur persönlichen Unabhängigkeit, totalen Freiheit und herausragenden Leistung führen kann, bevor er 60 ist.

Und er will die ganze Branche viel weiter bringen, als sie heute ist.

Dr. Sven Goebel setzt sich für „die Transformation des Network Marketing“ ein, denn – aus seiner Sicht gesehen – das ist der beste Weg, um die ganze Welt zu verändern.

 

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Robert Pauly
Robert Pauly

Robert Pauly verhilft als Coach seit über zehn Jahren Networkern zu mehr Erfolg. Sein beliebtes Schulungsmaterial (Bücher, CDs, DVDs) wird von erfolgreichen Führungskräften zur Mitarbeiterschulung eingesetzt.

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3 Kommentare

  1. Jochen 23. Januar 2015

    Eine fantastische Reise, die jeder Mensch durchlaufen kann!

    Antworten
  2. Johanna Somorai 25. Januar 2015

    Einfach KLASSE!

    Antworten
  3. karl schmitzer 16. September 2016

    Chapeu herr göbel

    Antworten

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