LADE

Tippen um zu suchen

Ist MLM ethisch und legal? Oder ist MLM einfach nur Betrug?

Alle Artikel

Ist MLM ethisch und legal? Oder ist MLM einfach nur Betrug?

Tim Sales
Tim Sales 7. Mai 2008
Share

Die Definition von „legal“ lautet: „Per Gesetz zulässig oder auf geltendem Recht basierend“.

Ja, MLM ist LEGAL! (Und nein, MLM ist kein Betrug!)

Wer sagt das?

Die US-amerikanische Bundesregierung.

1975 prozessierte die US-Kartellbehörde FTC (Federal Trade Commission) gegen das Unternehmen Amway Corporation, dem man vorwarf, ein illegales Pyramidensystem zu betreiben. Nach einem vierjährigen Rechtsstreit kam das Gericht zu dem Urteil, dass es sich beim Multi Level Marketing-Programm von Amway um ein legales Geschäftsmodell handelt, und nicht um ein Pyramidensystem.

Vor 1979 konnte man vielleicht behaupten, MLM sei Betrug, und MLM sei ein illegales Pyramidensystem. Und viele hätten dem zugestimmt, weil MLM bis dahin nie vor Gericht bewertet worden war, und es keine Referenzurteile zu MLM gab. Aber seit 1979 können nur noch Unwissende behaupten, dass MLM illegal sei.

Das heißt anders herum aber nicht, dass ALLE Unternehmen, die sich als MLM-Unternehmen bezeichnen, auch legal sind. Aber: Das GESCHÄFTSMODELL MLM IST LEGAL.

Nun da die rechtliche Frage geklärt ist, bleiben aber noch die Fragen nach Ethik und Professionalität.

Was macht ein „gutes“ oder „ethisches“ Geschäft aus?
Um diese Frage zu beantworten muss man sich fragen: „Was versteht man eigentlich unter Geschäft?“ Stellt man diese Frage einem Professor oder einem Betriebswirtschaftler, erhält man wahrscheinlich die Antwort, dass es bei einem Geschäft immer um „Angebot und Nachfrage“ geht. Dieser Meinung bin ich nicht. Für mich bedeutet Geschäft, „jemandem einen Vorteil bieten, sein Leben einfacher machen“. Diese Meinung kommt von der Überlegung, warum ich selbst in meine Tasche greife und etwas kaufe. Das hat nichts mit dem Angebot zu tun (denn es werden viele Dinge angeboten, die ich nie kaufen würde), sondern ich treffe meine Kaufentscheidung, weil ich mir von dem Produkt einen Vorteil verspreche oder erhoffe, dass es mein Leben in gewisser Weise besser machen wird.

Ich weiß nicht, an welchen Maßstäben oder Richtwerten sich Politiker und Gesetzgeber orientieren, wenn sie für oder gegen ein Geschäftsmodell entscheiden. Orientieren sich Richter und Politiker an so grundlegenden Richtwerten wie „Angebot und Nachfrage“ oder „Vorteil und Erleichterung für Konsumenten“ wenn sie darüber entscheiden, ob es sich um ein legales oder illegales Geschäftsmodell handelt? Entscheiden sie nach Willkür? Oder basiert ihre Entscheidung auf dem Einfluss, den Lobbyisten auf Abgeordnete und Senatoren nehmen?

Ich stelle diese Fragen um Sie anzuregen, selbst über die Geschäfte oder Unternehmen nachzudenken, für die Sie tätig werden möchten. Welche Werte nutzen Sie als Richtschnur um zu entscheiden, ob ein Geschäft oder Unternehmen gut, professionell und ethisch handelt? Was macht für Sie ein gutes Unternehmen aus? Ist ein Unternehmen dann als „professionell“ einzustufen, wenn die Mitarbeiter teure Anzüge tragen und in einem tollen Büro sitzen? Sind nur legale Geschäfte „gute“ Geschäfte? Sind nur gewinnbringende Geschäfte gute Geschäfte? Nein!

Nur Unternehmen und Geschäfte, die den Menschen einen Vorteil bringen und ihr Leben einfacher machen sollten als gut, ethisch und professionell angesehen werden. Andere hingegen, die Menschen Schaden zufügen, müssen als schlecht und unprofessionell gelten.

Da stellt sich für mich die Frage: „Wie kann ein Unternehmen, das Dinge herstellt, mit denen Tausende Menschenleben auf einmal ausgelöscht werden können (wie die Atombombe zum Beispiel) als „ethisch“ gelten? Wie kann der Verkauf einer Substanz, die JEDES Jahr eine halbe Million Menschen umbringt (wie Tabak zum Beispiel) als gut gelten? Wie kann ein Wissenschaftler, der ein Medizinpräparat zum Verkauf zulässt, an dem 150.000 oder 200.000 Menschen sterben, als „professionell“ gelten? Wie kann ein Gesetz als „ethisch“ gelten, das es zulässt, dass jede amerikanische Durchschnittsfamilie 359 Dollar im Jahr in ein leeres Versprechen investiert (in die staatlichen Lotterien zum Beispiel), weil man mit „Millionengewinnen“ winkt, obwohl die Gewinnchancen bei gerade einmal 0,0000002605 Prozent liegen?

Ich hatte kürzlich mit einem MLM-Unternehmen zu tun, dessen „Geschäftsplan“ darin besteht, Spenden für Lebensmittel für arme und hungernde Kinder aufzubringen. Bis dato konnten das MLM-Unternehmen und seine 6.600 Vertriebshändler 95.771.944 Mahlzeiten für hungernde Kinder spenden. WOW! Nur ein Verrückter (oder jemand, der auf die Branche verbittert ist) würde behaupten, dass die komplette MLM-Branche Betrug und unethisch sei.

Glauben Sie bitte nicht, dass diese Webseite nur Gutes über die Menschen in der MLM-Branche verbreiten will, so als hätte sich nie jemand in dieser Branche jemals etwas zu Schulden kommen lassen. Ganz im Gegenteil. Ich möchte hier Anhaltspunkte geben, wie und wann man ein Unternehmen als „ethisch“ einstufen kann – und zwar in JEDER Branche.

Ein gutes Geschäft bringt Menschen einen Vorteil und macht ihr Leben leichter. Ein schlechtes Geschäft fügt ihnen Schaden zu. Das sind die beiden Enden des Spektrums.

Als Branche hat MLM das Ziel, Produkte an Kunden zu vertreiben. Aber ich hoffe, bei der Entscheidung, welchem MLM-Unternehmen sie beitreten (oder für welches Unternehmen Sie tätig werden möchten) bedenken Sie auch, ob das Geschäft den Menschen nützt, oder ihnen vielmehr schadet.

Für eine ausführliche Erklärung der MLM-Industrie auf DVD klicken Sie hier.

Lesen Sie auch: Was ist First-Class MLM?

Tim Sales
Tim Sales

Seine Erfahrung beim Aufbau einer Downline von 56.000 Network-Marketern half ihm bei der Entwicklung seiner Signature-Schulungsreihe. Als Botschafter für die Network-Marketing-Branche widmet sich Tim vermehrt der Entlarvung falscher Informationen über die Network-Marketing-Branche.

  • 1
vorheriger Beitrag

8 Kommentare

  1. Christian 12. Oktober 2008

    Hallo! Einfach tolle Aufklärungsarbeit und fundiertes Hintergrundwissen. Werde firstmlm auf jeden fall weiterempfehlen. Danke weiter so.

    Antworten
  2. Hanna 13. Oktober 2008

    Gerade die Frage der Ethik im Geschäftleben muss mehr berücksichtigt werden. Also gilt es Aufklärungsarbeit zu leisten, was mit diesem Artikel gelingen kann!

    Antworten
  3. Karin 14. Oktober 2008

    Danke, dass sich endlich einer aufgemacht hat, die MLM-Branche in das richtige Licht zu rücken. Viele Menschen könnten von einem besseren Einkommen profitieren, wenn sie sich nicht von irreführenden negativen Meinungen beeinflussen lassen würden. Ich werde firstmlm vielmals weiterempfehlen.

    Antworten
  4. Wiebke Schenk 15. Oktober 2008

    Einfach super, es hat ja auch nicht sein können, dass Millionen von Menschen über Jahrzehnte kriminelle Handlungen vollziehen können.
    Die Frage der Ethik sollten sich viele MLM Tätige ab und zu mal stellen, da man das Geschäft so oder auch anders betreiben kann.
    Uwe Schenk

    Antworten
  5. Lieselotte Wiedemann 19. Oktober 2008

    Klasse, diese Erklärung.Es ist nicht nur das Unternehmen, sondern auch der Berater, der das Image der Firma mit der er arbeitet,in positiven oder negativen Licht erscheinen läßt.Vorurteile basieren oftmals auf nicht wissen bzw. informieren, sondern vom hörensagen.Man muß Menschen mögen, um diese tolle Geschäftsidee weiter zu vermitteln. Unglaublich, welche Möglichkeiten sich auftun, ohne Studium, ohne Beziehungen, nur mit der eigenen Courage ein Geschäft mit einem Residualeinkommen aufzubauen,d.h. für eine einmal erbrachte Leistung ein Leben lang Geld zu verdienen und das auch noch zu vererben. Wenn das die Menschen erst einmal begriffen haben, müssen Sie sich nicht vor diesen ganzen Horrorgeschichten fürchten.
    Lilo Wiedemann

    Antworten
  6. Sigwart Zeidler 24. März 2009

    Diesem Artikel kann ich voll und ganz zustimmen.
    Wie schon an anderer Stelle auf diesen Seiten betont, ist lange nicht alles, was legal ist, auch gut und ehtisch einwandfrei. Waffenproduktion und -handel sind in der Tat sehr gute Beispiele dafür.

    Sigwart Zeidler

    Antworten
  7. Edith G. 12. August 2011

    Dieser Artikel finde ich doch wieder mal hervorragend. Und ich bin von dem Unternehmen, das 1975 die Stärke hatte und mit der US-Kartellbehörde FTC prozessierte einfach begeistert. Zumal dieses Unternehmen eine überdurchschnittliche ehtisch einwandfreie Philosophie lebt.
    Einfach ein klasse Unternehmen und ja, ich bin natürlich dabei.
    Wenn jeder Mensch, der Network Marketing anfängt, die Verantwortung für sich selbst übernehmen würde, standhaft bleibt und einfach alles für den eigenen Erfolg tun, dann hätten die Menschen mehr vom Leben, (fast) egal in welcher Network Marketing Firma er ist.

    Antworten
  8. Rolf Bogner 7. Februar 2013

    MLM hat absolut keine statische Pyramiden-Struktur, weder strukturell/morphologisch n o c h funktionell. Das ist einer der größten Irrtümer, dem selbst MLM-Profis aufsitzen. MLM ist k e i n hierarchisches Sytem, sondern hat i.G. die flachste Struktur aller Organisationsformen MLM ist ein Netzwerk aus völlig autonomen Einheiten (nicht macht- oder weisungsgebundener, völlig gleichberechtigter, unabhängig freiwillig selbständig gewerblich organisierter Partner / Vertragshändler). MLM hat eine absolut h e t e r a r c h i s c h e dynamische Struktur. Die Netzwerk-Partner = Knoten dieses flach strukturierten Netzwerks erwirtschaften unterschiedlich hohe Gewinne aufgrund unterschiedlicher Leistungen. Diese unterschiedlichen Gewinne lassen sich einer Einkommens-Pyramide zuordnen, die in ihrer Struktur nicht identisch ist mit der organisierten Struktur des Netzwerks. Die Ankopplung b e l i e b i g vieler neuer Partner kann an j e d e m Knoten des Netzwerks erfolgen (also sowohl „oben“, wie „seitlich“ wie auch „unten“). In statischen traditionellen Pyramiden kann die Ankopplung nur in extrem seltenen Fällen „überall“, eigentlich gar nicht erfolgen. Die Netzwerk-Typologie von MLM (Stern, Baum, Linie) und dessen Wachstum ist ein Abbild des rein ze i t l i c h e n N a c h – e i n a n d e r von völlig n e b e n – g e o r d n e t e n Partnern.
    MLM-Partner machen sich das Leben schwer, wenn sie mit Hilfskonstruktionen versuchen, eine nicht gegebene MLM-Pyramiden-Struktur zu rechtfertigen oder zu verteidigen. Es gibt sie nicht! Noch schlimmer, wenn MLM-Partner eine Pyramide in ihrem Logo führen! Es gibt einen Aufstieg / eine Karriere innerhalb einer Einkommenstabelle, die als Grundlage den Marketingplan hat. Die hat aber mit der Organisations-Struktur des Netzwerkes nichts zu tun. Es gibt keine flachere Organisations-Struktur unter allen Außendienst-Organisationen, als im MLM. Deshalb ist auch die Nähe zu illegalen bzw. Pseudo-MLM Strukturen abwegig! Innerhalb des MLM-Netzwerks fließen weder Güter noch Geld (wie z.B. in illegalen Systemen) , es “fließt” vor allem keine Macht (Anordnung, Weisung, Befehl, Rückmeldung, Rechtfertigung, Bestrafung, Disziplinierung…) wie in tatsächlichen Pyramiden (Staat, Kirche, Wehrmacht, Industrie…). Denken Sie mal nach.

    Antworten

Hinterlasse ein Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.