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Der Wert einer Quote für Ihr Geschäft

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Der Wert einer Quote für Ihr Geschäft

Robert Pauly Robert Pauly vor 4 Jahren
4 Minuten zum Lesen

Wenn es um Werkzeuge (Telefonskripte, Audio-CDs, Internetpräsentationen, etc.) zur Vertriebspartnergewinnung geht, gibt es eine Frage, die mir immer wieder gestellt wird. Sie lautet:

„Robert, mit was für einer Quote kann ich bei diesem Werkzeug rechnen?“

Schauen wir uns hierzu ein Erlebnis mit mehreren offensichtlich schlechten Quoten an:

Ein junger Networker, wir nennen ihn Ralf, hatte seine komplette Liste durchtelefoniert und all seine Freunde zum Ansehen seines Rekrutierungsvideos eingeladen. Schon seine erste Quote der Zusagen sah ziemlich mager aus: Obwohl Ralf weitaus mehr Gäste eingeladen hatte, waren lediglich ein paar Personen bei ihm zu Hause erschienen. Und nachdem der knapp 20-minütige Film beendet war, verdrehten seine Gäste nur die Augen. Der Einzige, der sich für das Geschäft mit den Wasserfiltern interessierte, war ein 18-jähriger namens Daniel*.

Allerdings wurde Daniels anfängliche Begeisterung schnell durch Ernüchterung ersetzt. Denn obwohl er sich gleich an die Arbeit machte und sofort seine Bekannten und sämtliche Anwohner über sein einzigartiges Produkt informierte, verkaufte er nicht einen einzigen Filter.

Ralfs Kontaktquote war ein Flop, seine Rekrutierungsquote mit dem Video ebenfalls. Und Daniel, der einzige Partner, den er durch diese aufwändige Aktion gewinnen konnte, hatte sich ebenfalls als Flop erwiesen. Na gut, immerhin einen Filter verkaufte Daniel dann doch noch. An seine Großmutter. Von der er die Empfehlung erhielt, es doch auch bei ihren Nachbarn zu probieren. Die ebenfalls einen Filter kauften und Daniel an wiederum ihre Nachbarn weiterempfahlen. Die ihm ebenfalls einen Filter abkauften und . . . wenige Tage später hatte Daniel 18 Filter verkauft und musste neue Ware bestellen.

Daniel entwickelte sich zu einem der besten Partner des Unternehmens und bezog bereits im Alter von 19 Jahren ein sechsstelliges Einkommen.

Wodurch er nicht nur sich selbst, sondern auch Ralf in die Top-Stufen des Marketingplans brachte. Und ausgelöst wurde alles durch einen Sponsor mit einer schlechten Quote. Der wiederum ein Werkzeug mit einer ebenfalls schlechten Quote verwendete.

Ja, natürlich wäre es schön, wenn wir perfekte Werkzeuge mit perfekt vorhersehbaren Quoten ins Rennen schicken könnten. Aber so funktioniert Network Marketing nicht. Denn die Quote eines Werkzeuges (Video-DVD, Audio-CD, Internetseite, etc.) ist nicht so sehr von dem Werkzeug als solchem abhängig.

Sondern vielmehr von zwei anderen Faktoren:

  1. Von denjenigen Menschen, denen dieses Werkzeug vorgeführt wird.
  2. Von demjenigen Menschen, der dieses Werkzeug vorführt.

Es gibt kein perfektes Werkzeug, mit dem sich uninteressierte Menschen von uninteressanten Menschen überzeugen lassen. Aber es gibt schlechte oder mittelmäßige Werkzeuge, bei denen interessierte Menschen bei interessanten Menschen nach Gründen suchen, um sich selbst zu überzeugen. Denn ein echter Interessent sucht nicht nach Ausreden, um nicht einsteigen zu müssen. Er sucht nach Gründen, warum er einsteigen will.

Und nur ein einziger solcher Partner, der es wirklich ernst meint, wiegt die vielen mittelmäßigen Partner, die es nur halblebig angehen, bei weitem auf.

Für uns bedeutet das: Die für uns wirklich wichtige Quote ist nicht diejenige einer einzelnen Komponente (Rücklauf, Zusagen, Einstiege, etc.). Ja, diese Quoten können uns einen gewissen Überblick geben. Aber worauf es wirklich ankommt, ist das Endergebnis. Und dies ist nicht so sehr von einer Wahrscheinlichkeitsrechnung abhängig. Sondern vielmehr von unserer Fähigkeit, bis zum Erfolg durchzuhalten. Einen Erfolg, der dadurch entsteht, dass wir für die richtigen Menschen der richtige Mensch sind. Und dieser Erfolg kann bei manchen Networkern sehr schnell entstehen – bei anderen hingegen dauert es eben so lange, wie es dauert . . .

Warum dann aber trotzdem immer wieder die Frage „Wie ist die Quote dieser CD/DVD?“ gestellt wird?

Der Grund hierfür ist nachvollziehbar, aber nicht wirklich sinnvoll: Der Fragesteller erhofft sich davon eine externe Versicherung. Also einen Rettungsanker, der außerhalb von ihm (sprich, in diesem Werkzeug) liegt und an den er sich klammern – oder dem er notfalls die Schuld geben – kann. Aber im Network Marketing gibt es keine externe, sondern nur eine INTERNE Versicherung.

Und diese interne Versicherung besteht darin, das Werkzeug, das wir verwenden, durch drei Dinge wirkungsvoll zu machen. Daraus, . . .

. . . eine anziehende bzw. überzeugende Persönlichkeit zu sein.

. . . anziehende bzw. überzeugende Persönlichkeiten anzusprechen.

. . . die Verpflichtung einzugehen, so lange neue Gäste einzuladen, bis wir unsere/n perfekten Partner gefunden haben.

Und hierbei ist es egal (siehe Ralfs Erlebnis), wie unsere Quote zu Beginn aussehen mag.

Viel Erfolg wünscht

Ihr Robert Pauly

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Robert Pauly

Robert Pauly verhilft als Coach seit über zehn Jahren Networkern zu mehr Erfolg. Sein beliebtes Schulungsmaterial (Bücher, CDs, DVDs) wird von erfolgreichen Führungskräften zur Mitarbeiterschulung eingesetzt.

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1 Kommentare

  1. Avatar
    Matthias 1. Dezember 2015

    Hallo Robert,

    vielen Dank für diesen super Beitrag!

    Diese erwähnten Sicherheitsfragen von Partnern kenne ich selber zu gut. Quoten zu erwähnen wäre eine schlichte Lüge. Wenn überhaupt könnte man über seine eigenen Erfahrungen bei x Partnern sprechen, doch selbst dann wäre dies natürlich nicht als allgemeine Quote gültig. „Sicher“ kann sich aber jeder Networker sein, das ohne Aktivitäten auch keine Reaktionen erfolgen und somit auch keine Abschlüsse!

    Liebe Grüße aus Schwerin & ich freue mich auf weitere Beiträge

    Matthias

    Antworten

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