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Inspiriert oder demoralisiert?

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Im Traum erscheint einem Mann ein Engel, der einen kleinen Laden betreibt. Der Mann betritt das Geschäft und fragt den Engel: „Was verkaufen Sie hier?“ „Alles, was Sie wollen“, antwortet der freundliche Engel. Dann beginnt der Mann aufzuzählen: „Ich möchte den Weltfrieden; endlich keine Kriege mehr; der Hunger aller Menschen soll gestillt sein; die Menschenrechte geachtet werden; Religionsfreiheit allerorts; Beseitigung aller sozialer Ungerechtigkeiten; Arbeit für alle; mehr Liebe; mehr Gerechtigkeit; mehr Freude; mehr Glück… “ Da fällt der Engel ihm ins Wort: „Entschuldigen Sie, werter Herr, Sie haben mich falsch verstanden. Ich verkaufe keine Früchte. Ich verkaufe nur den Samen.“

Der menschliche Geist ist genauso unsichtbar wie Luft, Wind und Atem. Doch wie der Wind, so kann der Geist sichtbar werden, denn er besteht aus Bewusstsein und Energie. Bevor etwas Sichtbares entsteht, ist es Geist. Und Geist ist so etwas wie feinstoffliche Materie – also Energie.  Materie ist nichts weiter als verdichtete Energie, und auch sie ist bis ins letzte Atom vom Bewusstsein durchdrungen. Selbst der Nobelpreisträger Max Planck sagte: „Es ist die Kraft des bewussten und intelligenten Geistes, der die Atomteilchen in Schwingung bringt und bis in den Atomkern zusammenhält.“ Nur die Art der Schwingungen unterscheidet sich. Diese Gesetze finden sich auch bei uns Menschen wieder. Denn streng genommen bestehen wir Menschen aus Nichts, wie ein simpler Vergleich beweist. Wenn du einen Apfel bis zur Größe der Erde aufblasen würdest und die gleiche Menge Luft in ein Atom bläst, nimmt es maximal die Größe einer Kirsche ein! Im Atom gibt es die Elektronen, die den Atomkern umkreisen. Wäre dieser Kern so groß wie ein Tischtennisball, dann würden die Elektronen in einer Entfernung von 2 bis zu 30 Kilometer entfernt kreisen! Und dazwischen ist: Nichts!

Wohin du blickst, überall ist nur Energie. Auch unsere Gedanken sind nichts anderes als Energie, gleichsam wie magnetische Felder. Magnetfelder umspannen die Erde vom Nord- zum Südpol. Diese Magnetfelder kann niemand sehen. Die Kompassnadel aber zeigt, dass es sie gibt. Mit den Gedanken verhält es sich ähnlich: „Am Anfang stand das Wort“, kein Außenstehender kann deine Gedanken sehen oder fühlen, nur hören, indem du deine Gedanken aussprichst. Dann aber werden aus Worten Taten. Ähnlich wie die Magnetfelder umspannen unsere Gedanken den Globus, das Universum. Es gibt keine Kompassnadel für Gedanken, nur Versuche, die diese Existenz beweisen.

Wir alle tragen somit eine ungeheure Energie in uns und doch scheint es, als ob heutzutage jeder demoralisiert ist und nach einer Möglichkeit sucht, „angezündet zu werden“. Diese Menschen wünschen sich eine Meditationsübung, einen Feuerlauf oder ein knackiges Video auf Facebook, um ins Handeln zu kommen. Was für ein Wahnsinn. Statt den Turbo, über den sie im Inneren verfügen, suchen sie im Außen nach Energien. Doch wie sagt schon Augustinus Aurelius, Bischof von Hippo und Philosoph vor rund 1.500 Jahren:

„In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“

Meiner Meinung nach musst auch du für dich brennen, um deine Ziele zu erreichen. Das schaffst du, wenn du kein falsches Bild von dir hast. Immer wieder stelle ich fest, dass sich Menschen von dem leiten lassen, was andere über sie denken. Damit haben

sie ein falsches Bild von sich. 

Darum fehlt es ihnen an glücklichen Momenten. Glück kommt von Gelingen, es hat dieselbe Sprachwurzel. So sieht es auch der britische Forscher Dr. Richard Wiseman von der Universität Hertfordshire. Er hat wissenschaftlich bewiesen, dass jeder Mensch seines Glückes Schmied ist. Er untersuchte über vier Jahrzehnte Personen, die entweder das Glück oder das Pech anzogen. Sein Ergebnis ist verblüffend.
Glückliche Menschen sind Optimisten und selbstbewusst. Nach Wisemans Angaben benutzen sie Pech nicht als Entschuldigung für ihre eigenen Fehler. Die Wahrheit ist, dass das Schicksal niemanden bevorzugt, sondern den begünstigt, der handelt und nichts dem Zufall überlässt. Wer also davon überzeugt ist, trotzt aller Widrigkeiten eigenständig handeln zu können, wird sich vom Schicksal nicht in die Knie zwingen lassen. Dafür steht auch sein Selbstbewusstsein. Ich übersetze „Selbstbewusstsein“ mit

„sich seiner SELBST BEWUSST zu SEIN“.

Manchmal reicht ein falsches Wort, um das Selbstwertgefühl herabzusetzen. Es ist ein Unterschied, ob jemand sagt: „Das kannst du nicht“ oder „Das kannst du also auch nicht“. Das Wörtchen „auch“ suggeriert in diesem Zusammenhang, dass der Betroffene ganz offensichtlich viele andere Dinge auch nicht kann. Selbst wenn diese Feststellung falsch ist, führt sie zu einer Herabsetzung des Selbstwertgefühls. „Schuld“, soweit man es in diesem Zusammenhang sagen kann, ist das Ergebnis einer Entwicklung. Sie beginnt in frühen Kindertagen, im Elternhaus und im Kindergarten. Sie lässt sich in der Schulzeit oder in der Ausbildung weiterverfolgen. Aussagen wie „Das kannst du nicht, dafür bist du noch zu klein“, „Das schaffst du nie“, „Du bist doch noch ein Kind, dafür hast du wirklich kein Talent“, „Schuster, bleib bei deinen Leisten“, oder „Dafür fehlt dir die Erfahrung“ haben sich in unser Unterbewusstsein als Glaubenssätze eingenistet. Deshalb bleiben vielseitige Talente und Fähigkeiten von Kindern und Heranwachsenden auf der Strecke. Zudem werden sie nicht gefördert, weil es gerade nicht in unser starres Schul-, Lern- oder Gesellschaftssystem passt.

Man kann Glaubenssätze nur wandeln, nicht löschen,  indem wir viel Neues über uns und unser Selbstbewusstsein dazulernen! Es ist nie zu spät, und lernen können wir bis ins höchste Alter! Der Muskel „Hirn“ kann und muss ein Leben lang trainiert werden, damit er nicht schrumpft. Es verhält sich hier wie im Sport: Einmal ins Fitnessstudio gehen oder nur einmal fünf Kilometer joggen reicht nicht aus, um seinen Körper in Form zu bringen. Nur ständige Wiederholungen schaffen es!

Du kannst fast alles schaffen, wenn du davon überzeugt bist. Schon in der Bibel heißt es: „Euch geschehe nach eurem Glauben“.  Dabei musst du diesen Glauben nicht nur denken und vor deinem geistigen Auge sehen, sondern mit allen Fasern und Zellen deines Körpers fühlen. Schon Goethe sagte: „Gefühl ist alles; Name ist Schall und Rauch, umnebelnd Himmelsglut…“ Wenn Denken und Fühlen keine Symbiose eingehen, kannst du kein Ziel erreichen.

Gefühle entscheiden. Sie demoralisieren nicht, sie motivieren dich.

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