Young Boy with Rocket Pack

Jedes deiner Wunder hast du selbst erzeugt.

Die Kraft des Beginnens

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Aller Anfang ist schwer“, lehrt eine Redensart, die ich in früheren Zeiten meines Leben immer unterschrieben hatte. Ich war stets Feuer und Flamme für Neues, doch hatte ich weder die Kraft, anzufangen und schon mal gar keine Ausdauer, es dann auch zu Ende zu bringen. Ich schob alles auf den inneren Schweinehund. Eine Art Sündenbock für alles eben. Gott sei Dank erkannte ich, dass ich mich mit diesem Verhalten großen Schaden zufügte. Denn ich schob seit Jahren die Fertigstellung meines ersten Buches vor mir her. Ich verbrachte fünf Jahre damit, daran zu arbeiten und vollendete trotzdem nur zwei Kapitel. (Was in Wirklichkeit bedeutet, dass ich in einem Monat zwei Kapitel schrieb und dann die nächsten vier Jahre und elf Monate damit verbrachte, anderen Menschen zu erzählen, dass ich ein Buch schreiben würde.)

Dann entschied ich mich, ernsthaft zu werden und das Projekt abzuschließen. Schon bald sollte ich Hermann Hesse´s Aussage bestätigt sehen:

Jedem Anfang von ein Zauber inne!

Als ich mich wieder zurück an die Arbeit machte, wurde mir klar dass die ersten zwei Kapitel grottenschlecht waren und damit unbrauchbar. Sie landeten im Papierkorb. Doch hatte ich keinen blassen Schimmer, wie ich neu anfangen sollte. Auch hatte ich keinen Plan, wie ich das Projekt durchziehen kann, damit es nicht wieder fünf Jahre dauert. Wieder einmal zeigte sich hier, dass Grübeln und Selbstzweifel die größten Erfolgsverhinderer sind. Genau deshalb fangen die Meisten gar nicht erst an. Mir wäre es fast genauso ergangen, doch dann erinnerte ich mich an eine Aussage von Goethe: „Was immer du tun kannst oder wovon du träumst – fang damit an. Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich.“ Genau darum geht es immer im Leben.

Wir müssen etwas verändern, damit sich etwas verändert!

Wege entstehen beim Gehen und nicht durch Grübeleien. Auch du wirst schon oft erlebt haben, wie sich die Dinge entwickelt haben, sobald du dich entschieden hast, den ersten Schritt zu gehen. Das war sicher nicht immer leicht, doch je länger durch gegangen bist, desto leichter wurde es für dich. Du hattest plötzlich das Gefühl, als wäre eine Macht dabei, dich jetzt bei deinen Plänen zu unterstützen. Das ist so nicht richtig. Keine Macht von außen kann dir helfen. Alle Macht kommt immer von innen. Nur merken wir das selten und glauben deshalb an Wunder im Außen.

Jedes deiner Wunder hast du selbst erzeugt.

Keine Sorge. Ich will deine Intelligenz nicht beleidigen. Ich weiß sehr wohl, was ich dir mit dieser Aussage zumute. Doch ist sie die Wahrheit. Egal, ob du einen Wunsch hast oder ein Projekt voranbringen willst. Sobald du hier eine klare Entscheidung getroffen hast, ist dein Fokus auf die Vollendung des Angefangenen ausgerichtet, vorausgesetzt du willst es auch. Dabei hilft dir nun das Unterbewusstsein, indem es verstärkt auf die Dinge fokussiert, die für die Durchführung deines Projektes notwendig sind. Hat sich eine Frau entschieden, schwanger werden zu wollen, würde sie dir jeden Abend erzählen, wie viele Kinderwagen sie gesehen hat. So viele wie nie zu vor. Du erzählst ihr davon, dass du an diesem Tag fünf Mal einen roten Familien-Van, der exakt deinen Wünschen entsprach, gesehen hast. Sobald die Familie größer wird, willst du dir dieses Auto kaufen. Beide unterliegt ihr einer Täuschung. Diese Kinderwägen und Autos waren vorher auch schon da, doch es war für euch nicht wichtig, sie wahrzunehmen.

Wir nehmen wahr, was wir wahrnehmen wollen (und müssen).

Deshalb spricht Goethe von Zauber und Genialität. Beides entsteht durch Fokussierung, wenn wir mit Herz, Verstand und Gefühl an einem Projekt arbeiten.

Nachdem mir das klar wurde, fügte sich auf einmal alles in Sachen „Projekt Neustart eigenes Buch“. Ich hatte mich gedanklich entschieden, anzufangen. Bevor es dazu kam, traf ich (welch ein Wunder) meinen inzwischen verstorbenen Freund Ray Pelletier. Ich erzählte ihm, dass ich nach Key West fahren würde, um ein Buch zu schreiben. Da er kurz vorher sein eigenes Buch fertiggestellt hatte, gab er meinen Tipp: „Plane eine Party am Abend deiner Rückkehr, bei der du die Vollendung deines Buchs feierst. Lade deine gesamt Familie und alle Freunde ein. Auch deine besten Kunden. Lass jemanden den Umschlag des Buches gestalten, der bei der Party enthüllt wird. Erschaffe eine Situation, bei der du so gedemütigt und blamiert sein würdest, dass du Angst hast dich ohne das vollendete Buch zu zeigen.“

Ich erkenne eine Goldmine, wenn ich darauf gestoßen bin.

Ich tat, was Ray mir nahegelegt hatte. Ich fuhr nach Key West, richtete meinen Arbeitsplatz ein und begann zu tippen. Am ersten Tag schrieb ich 15 Stunden lang. Und beendete knapp zwei Kapitel. (Mein Arbeitsplan für den Inhalt enthielt jedoch elf.) Trotz des Teilerfolges war ich nicht zufrieden mit mir. Ich begann zu grübeln und hinterfragte den Sinn meines Tuns bis ich mir selbst einen Gedanken-STOPP auferlegt habe, um in den Selbstmotivationsmodus umzuschalten. Ich dachte nun an all die Menschen, die am Abend der Party in Miami auf mich warten würden. Es gab sogar einige Kunden, die aus entfernten Orten eingeflogen kamen. Also machte ich mich wieder ans Werk. Ich würde das ganze Drama jetzt gerne noch etwas ausschmücken, aber die Wahrheit ist, dass ich das Buch einen Tag früher beendete und am letzten Tag nur noch im Sonnenstuhl lag, bevor ich mich auf den Weg nach Hause zur Party machte. (Dieses Buch existiert nun in der vierten Version in der 25. Auflage und wurde seither in Korea, Russland, Indien, Indonesien, Singapur, Österreich, Bulgarien, Ungarn, der Tschechei, der Slowakei und in Polen veröffentlicht.) Die Vorgehensweise, die ich für dieses Buch genutzt habe, ist nun meine ständige Vorgehensweise für nahezu jedes große Projekt.

Selbstmotivation bedeutet sich zu sagen, dass man jeden Tag denken muss. Warum dann nicht gleich positiv?

Eine wichtige Erkenntnis. Du hast die Wahl zwischen negativen oder positiven Gedanken. Du allein entscheidest die Richtung, denn das Verrückte an diesem Denken ist doch, dass du nicht gleichzeitig positiv und negativ denken kannst. Deshalb musst du dich immer für positive Gedanken entscheiden, damit die negativen keine Chance haben, in dein Leben zu pfuschen. Wenn du die richtigen Gedanken hast, wirst du sehen, dass du plötzlich in fünf Tagen mehr zustande bringst als bisher in fünf Jahren.

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