Es gibt kein perfektes Unternehmen

Es gibt keine perfekte Network-Firma

Die bittere Wahrheit ist leider, dass es kein perfektes Network-Partnerunternehmen gibt. Das hat mehrere Gründe, auf die ich hier nicht näher eingehen kann. Ich beschränke mich auf den Wichtigsten:

Alle Firmen haben Probleme.
Man sucht sich einfach die Firma aus,
mit der man Probleme haben will.

Was aber ist mit der Suche nach dem perfekten Geschäftspartner, der dich reich machen wird? Reine Zeitverschwendung. Selbst, wenn ein Networker den perfekten Kandidaten für sein Geschäft findet, ist es fraglich, ob dieser überhaupt an ihm interessiert ist. Würde ein perfekter potenzieller Geschäftspartner bereit sein, einem Networker zu folgen, der seinen Erfolg von anderen Leuten abhängig macht? Ich denke nicht. Nur brillante Networker sind für brillante Kandidaten attraktiv.

Machen wir einen Attraktivitätstest. Mal angenommen du befindest dich in einem heruntergekommenen Gewerbegebiet. Es ist dunkel, verwaist und dreckig. Weiter vorn liegt ein Mann in der Gosse. Neben ihm drei leere Flaschen Wein. Seine Kleidung ist verschmutzt, sein Gesicht unrasiert. Zudem ist er in ein lautes Selbstgespräch verwickelt. Würdest du auf die andere Straßenseite wechseln, wenn du an ihm vorbei gehst? Was würdest du tun, wenn er dir seine Visitenkarte gibt und dich zu einem Geschäftstreffen einladen würde? Ich glaube nicht, dass du ihn ernst nehmen würdest. Jemand, der sich nach außen so darstellt, kann keine Chance in der Tasche haben, die er dir vorstellen möchte. Es ist vollkommen klar, dass du keinen weiteren Wert auf diesen Kontakt legst.

Jetzt mal angenommen, ein Stück weiter auf der gleichen Straße stünde Abraham Lincoln. Als du an ihm vorbeigehst sagt er: „Bitte einen Augenblick. Hier haben Sie meine Visitenkarte und eine Broschüre mit einem großartigen Geschäftsangebot für Sie. Wenn Ihnen der Inhalt gefällt, rufen Sie mich an und wir besprechen das Ganze bei einem Essen.“ Welcher Gedanke würde dir jetzt durch den Kopf gehen? Vielleicht dieser?: „Irre! Wenn Abraham Lincoln die Politik wegen dieser Geschäftsgelegenheit an den Nagel gehängt hat, sollte ich sie mir genau ansehen. Er vermarktet bestimmt ein Nahrungsergänzungsmittel, mit dem man 200 Jahre alt werden kann.“

Worauf ich hinauswill, dürfte dir klar sein. Größer könnte der Unterschied zwischen diesen Männern nicht sein, wenn Mr. Abraham und der Betrunkene die gleiche Network-Marketing-Firma vertreten. Bei Mr. Abraham hast du wohlwollend zugehört. Du betrachtest ihn als jemanden, der über die Fähigkeiten und das Wissen verfügt, dir zum Erfolg zu verhelfen. Damit achtest du Abraham Lincoln und ziehst seine Einladung in Erwägung, während du die gleiche Einladung von jemand, der betrunken in der Gosse liegt, ignorierst.

Der Erfolg befindet sich in Abraham – nicht außerhalb seiner Person. Denk nur mal an das reichhaltige Wissen, das Abraham dir mit seinen fast 200 Jahren Geschäftserfahrung vermitteln könnte. Dabei ist es egal, ob Abraham die perfekte Network-Firma vertritt. Verstehst du, wie du dich für potenzielle Geschäftspartner zur wertvolleren Ressource machen kannst?

Was, wenn du Steuerexperte für Network-Marketing wärst? Du wärst dadurch für alle potenziellen Geschäftspartner attraktiv, die ihre Steuerlast mit einem Nebeneinkommen drücken wollen. Wenn du dich zum Motivationsexperten entwickeln würdest, wärst du für alle potenziellen Geschäftspartner attraktiv, die eine positive Energiequelle suchen. Du wärst auch für alle potenziellen Geschäftspartner attraktiv, wenn du als Produktexperte belegen kannst, wie diese Produkte die Lebensqualität verbessern können. Diese Erkenntnis kannst du auf alles übertragen. Egal, ob du Marketingprofi, Einzelhandelsexperte, Rekrutierungsexperte oder Coach dein Geld verdienen willst. Alles liegt an dir, deshalb brauchst du auch nicht die perfekte Network-Firma.

Der eigentliche Schlüssel zum Networking ist Selbstoptimierung.

Menschen sind ständig auf der Suche nach Informationen, Rat, Motivation, Kommunikation und vieles andere mehr. Als Ratsuchende haben sie eine klare Vorstellung von den Menschen, mit denen sie sprechen wollen.

  • Es ist nicht Mann in der Gosse.
  • Es ist nicht an die so genannte Spitzenkraft, die wegen eines Lieferproblems der Firma aufgegeben hat.
  • Es ist nicht die Person, die seit dem Schulabgang nichts Neues mehr dazugelernt hat.
  • Es ist auch nicht der Mensch, der davon überzeugt ist, bereits den Gipfel seines Potentials erreicht zu haben.

Du würdest auch keinen Computer bei einer Firma kaufen, die ankündigt: „Dieser Computer ist der beste, den wir jemals herstellen können. Wir werden keinen besseren bauen.“ Du würdest sicherlich kein Auto kaufen, wenn der Hersteller erklären würde: „Wir werden dieses Modell nicht mehr verbessern. Wir hören heute auf, weiter zu forschen.“ Natürlich würdest du auch keinen Network-Marketer sponsern, der meint: „Ich muss nicht dazulernen und mich auch nicht steigern. Mir reicht’s. Neues Wissen interessiert mich nicht. Ich kann nicht mehr besser werden.“

Erfolglose Geschäftspartner sagen so etwas nicht direkt. Man sieht es ihnen an!

Erfolglose Geschäftspartner gehen nicht zu Meetings, nehmen an keinem Training teil, lesen keine neuen Bücher und hören sich keine förderlichen Audioprogramme an. Ihre einzigen neuen Informationen entstammen den Werbungen in den Medien.

Willst du von so jemandem gesponsert werden?

Willst du dich von so jemanden zum Erfolg führen lassen? Ich würde es nicht wollen. Solche Menschen meinen nämlich, der Erfolg stamme von außerhalb.  Und hoffen daher, dass du oder ein anderer potenzieller Geschäftspartner ihm seinen Erfolg auf dem Silbertablett überreichen wirst.

Anhand der folgenden Gespräche erkennst du, was wirklich Sache ist. Ich habe ein paar Spitzenkräfte angerufen und sie gefragt, was sie in der vergangenen Woche gelernt haben. Hier ihre Antworten:

Spitzenkraft 1: „Ich lese Das Geschäft des 21sten Jahrhunderts von Robert T. Kiyosaki. Mir ist aufgefallen, dass einige Leute, die schon lange Network-Marketing machen und eine Menge Geld verdient haben… nun, dass sie bankrott sind. Ich möchte nicht, dass es mir so ergeht. Ich will klug mit meiner Provision umgehen und sie in meine finanzielle Zukunft investieren. Und außerdem habe ich mir die ganze Woche die Midas-Mentalität angehört.“

Spitzenkraft 2: „Ich komme gerade von einem Direkt-Marketing-Seminar. Es ging nicht direkt um Network-Marketing, hat mir aber eine bessere Sicht darauf verschafft, wie ich mit meiner Downline eine gute Rekrutierungskampagne organisieren kann. Und im Flugzeug habe ich das Buch Aufbau von Führungspersönlichkeiten gelesen.“ (Aber hallo, der Typ ist mein Fall!)

Spitzenkraft 3: „Vor drei Wochen bin ich zu einer Firmenkonferenz geflogen. Meine Führungskollegen haben mir viele wertvolle Tipps gegeben, die ich beim monatlichen Training meiner Downline benutzen werde. Ich habe mir außerdem die Verkaufstrainings von Brian Tracy und Frank Bettger angehört.“

Es ist nicht schwer, das Muster zu erkennen. Diese Führungskräfte sind deshalb Spitze, weil sie sich dauernd weiterentwickeln.

Was enthüllten die Anrufe mit erfolglosen Geschäftspartnern?

Erfolgloser Geschäftspartner 1: „Ich habe keine Zeit für die monatlichen Trainingsseminare der Firma. Wenn meine Softball-Liga abends zu Ende ist, habe ich einfach keine Energie mehr. Ich suche immer noch gute Geschäftspartner, habe aber in der letzten Zeit keine gefunden.“

Erfolgloser Geschäftspartner 2: „Ich lese halt nicht gern und habe es auch noch nie getan. Nein, ich weiß nicht, wie unser Provisionsplan aussieht. Und es fällt mir außerdem schwer, Präsentationen zu geben, also habe ich es sein lassen. Ich bin mir auch gar nicht so sicher, dass Network-Marketing wirklich funktioniert. Ich habe bisher noch keine Provision erhalten.“

Erfolgloser Geschäftspartner 3: „Die Geschäftstreffen sind Woche für Woche gleich. Es ist immer das Selbe. Es ist mir zu langweilig, dort immer wieder hinzugehen – ganz besonders, wenn ich keine Gäste oder potenzielle Geschäftspartner mitbringe.“

Es ist auch hier nicht schwer, das Muster zu erkennen.

Es wird sie nie geben die Zeit, in der du aufhören kannst, dich weiter zu bilden und persönlich zu wachsen. Erfolgreiche Menschen stehen nie still. Solange wie sie nur können, gieren sie nach Neuem. Sie sind extrem Neugierig und damit der Konkurrenz immer der sprichwörtlichen Nasenlänge voraus. Ich zähle mich dazu. Schau hier. Ich habe an dieser Stelle nur die Bücher inventarisiert, die ich als Teil meiner Selbstverbesserungskampagne in den letzten drei Wochen gelesen habe.

Erst habe ich Ogilvy On Advertising (Ogilvy über Werbung) gelesen. Weshalb? Mir wurde klar, dass er wie kein anderer die letzten 40 Jahre die Aufmerksamkeit von Kunden zu fesseln wusste.

Ich habe erneut The Five Great Rules Of Selling (Die 5 wichtigsten Regeln beim Verkauf) von Percy Whiting gelesen. Erstmals las ich dieses Buch vor 25 Jahren, und zwar im Rahmen eines Verkaufskurses von Dale Carnegie, in das ich investiert hatte. Ich las es erneut, weil ich befürchtete, ich hätte ein paar Grundlagen vergessen. (Das stimmte. Percy wusste wirklich, wie man man’s macht.)

Ich habe etwa 60 Seiten in Dartnell’s Direct Mail and Mail Order Handbook (Dartnell’s Handbuch für Direct-Mail und den Versandhandel) gelesen. (Ich gehe dabei planmäßig vor… schließlich hat das Buch 1538 Seiten.)

Ich habe die Hälfte von Stephen Hawkins Eine kurze Geschichte der Zeit gelesen. Eine demütigende Erfahrung. Ist mir ein bisschen zu hoch; ich sollte mir wohl doch besser das Video ausleihen.

Und nicht zuletzt habe ich Asterix und Obelix gelesen – leichte Kost. Natürlich habe ich dieses Heft von vorne bis hinten durchgelesen; Comics machen ja bekanntlich süchtig.

In Sachen Audios habe ich ein Problem. Meine Frau sagt, ich fahre auch ohne Ablenkungen schon schlecht genug. Deshalb muss ich mein Hören leider auf die „gute Stube“ verlegen. Gerne hätte ich diese Audios im Auto gehört, so wie die meisten Spitzenkräfte. Die treffe ich fast immer auf Seminaren, selbst auf Trainingsseminaren, die ich bei jeder Gelegenheit gerne nutze. Denn: Weiterbildung steht für Weiter durch Bildung. Machen wir uns an dieser Stelle ehrlich: Redest du lieber mit einem weniger Wissenden oder einen Menschen, der dich mit seinem Wissen bereichert? Ich glaube, deine Antwort zu kennen.

Im Leben ist es immer so. Jeder ist sich selbst der Nächste und jeder fragt sich, welche Vorteile er aus einer Situation ziehen kann. Deshalb muss man Menschen einen Grund dafür geben, einen als Sponsor haben zu wollen. Du hast doch sicher die Absicht, dass potenzielle Geschäftspartner auf dich zukommen und dich als den Mentor erwählen, dem sie voll und ganz vertrauen. Sie wollen doch auch, dass die Geschäftspartner ganz aus dem Häuschen sind, weil sie zu deinem Team gehören dürfen.

Dann musst du nur folgendes bedenken:

Das größte Geheimnis erfolgreicher Sponsoren ist nicht, die richtige Person zu FINDEN, sondern die richtige Person zu SEIN.

Das Leben im Network-Marketing wird sehr viel einfacher, wenn die Leute sich zu dir hingezogen fühlen.

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5 Antworten

  1. DANKE, großartig geschrieben, es trifft den Nagel auf den Kopf! Direkt zum verlinken an alle Partner geeignet, (-; wirklich klasse.
    Schade nur, dass eben nicht jeder Spitzenkraft werden will, jedem sein Wille…

  2. Das ist eine fantastische und konzentrierte Zusammenfassung sehr komplexer Erfahrungen. Dieser Artikel wird mir sehr viel Zeit sparen, denn andere werden ihn sehr einfach verstehen.

  3. Auf den Punkt gebracht! Daher liebe ich die Infos von Tom! Ich kann mit meinen 31 Jahren Network Erfahrungen, übrigens immer mit der gleichen Company, allem zu hundert pro zustimmen!!
    Ich wünsche allen hier maximalen Erfolg! Mit diesen Tipps kann nichts schief gehen, Michael

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