LADE

Tippen um zu suchen

Geheimnisse des Direktkontakts (Teil 1)

Alle Artikel

Geheimnisse des Direktkontakts (Teil 1)

Robert Pauly
Robert Pauly 18. September 2014
Share

Was erfolgreiche Direktkontakter ausmacht

auf der ganzen Welt teilen sich Networker in zwei Gruppen auf:

In diejenigen, die Geld verdienen – und diejenigen, denen dies nicht gelingt.

Als Grund für den Unterschied werden immer wieder Hunderte von Eigenschaften herangezogen: positiv, begeistert, fleißig, motiviert, lernbereit, kontaktwillig, widerstandsfähig, durchhaltebereit, und so weiter . . .

Ich habe jedoch festgestellt, dass es eine weitere Eigenschaft gibt.

Eine Eigenschaft, über die kaum gesprochen wird. Die jedoch weitaus wichtiger ist. Weil diese Eigenschaft die oben genannten (und viele weitere) automatisch hervorruft.

Hierzu ein paar Erlebnisse der letzten Tage:

  • Situation 1: Vor dem Supermarkt stelle ich meinen Einkaufswagen zurück. Dabei umrunde ich eine Dame, die das gleiche vorhat. Zuvor hatte sie ihre Einkaufstüten in einen dunkel glänzenden Land-Rover neueren Baujahrs gestellt. Sie ist elegant gekleidet, trägt ein gepflegtes, aber nicht übertriebenes Makeup. Ihr olivbrauner Teint und die leicht mandelförmigen Augen lassen auf eine südliche Herkunft schließen.

Ich spreche sie darauf an. Sie reagiert mit einem misstrauischen Blick und schon fast feindseligem Ton: „Warum wollen Sie das wissen? Warum reden Sie überhaupt mit mir?“

  • Situation 2: Ich gehe am Bahnhof zum Gleis meines ICE. Ein ca. 40-jähriger Herr, Businessanzug + Trolley, kreuzt meinen Weg. Wir bleiben beide für einen Augenblick stehen und lächeln uns an. Dann beschleunige ich meinen Schritt und gehe weiter. 5 Sekunden später frage ich mich: „Warum habe ich diesen Menschen eigentlich nicht angesprochen?“
  • Situation 3: Im Rahmen einer größeren Kundengewinnungsaktion unterbreite ich neuen Menschen mehrere Angebote. Immer wieder lautet die Antwort: „Nein, danke – kein Interesse!“

Versetzen Sie sich selbst für einen Moment in diese Situationen. Dann überlegen Sie, wie Sie sich dabei fühlen würden. Zurückgewiesen? Deprimiert? Wie ein Versager?

Auch mir sind diese Ergebnisse nicht egal. Natürlich wäre es mir lieber, ich würde jedes Mal perfekt und spontan reagieren. Und dabei auf fröhliches und direktes Interesse stoßen. Was leider nicht der Fall ist. Aber trotzdem haben diese Situationen keinen negativen oder deprimierenden Einfluss auf mich.

Nicht mehr.

Denn früher war dies durchaus der Fall. Zu diesen Zeiten habe ich solche Situationen als persönliches Versagen oder als eine direkte Beleidigung aufgefasst. Bis ich mich entschieden habe, mir eine neue Eigenschaft bzw. eine neue Betrachtungsweise anzueignen.

Diese Betrachtungsweise lautet:

„Die Welt ist mein Versuchslabor.“

Das bedeutet, dass ich nicht mehr auf Reaktionen oder Ergebnisse abziele. Sondern nur noch auf das „Experiment“. Dass ich beim Kontaktieren – wie ein Chemiker an seinen Reagenzgläsern – einfach nur alle möglichen Tests unternehme. Um festzustellen, welche Elemente und Ingredenzien zusammenpassen. Und welche nicht. Gelungene Experimente werden als Erfolg verbucht. Nicht gelungene verbuche ich als . . . Experiment.

Ein Chemiker ist nicht mit seinem Kaliumpermanganat beleidigt, weil es sein Wasser violett färbt. Er nimmt die Reaktion gelassen zur Kenntnis. Er ist auch nicht beleidigt, weil sich Blei nicht in Gold verwandeln lässt (okay, zur Zeit der Alchimisten mag das noch anders gewesen sein . . .). Der Wissenschaftler hält es vielmehr wie Edison, der sich ebenfalls nicht als Versager gesehen hat. Sondern als jemanden, der eben 10.000 Wege gefunden hat, wie es noch nicht funktioniert.

Natürlich kann man nun behaupten, dass Edison doch ganz bestimmt positiv, begeistert, fleißig, motiviert, lernbereit, kontaktfreudig, und so weiter . . . gewesen sein muss.

Aber diese Diskussion ähnelt derjenigen von Henne und Ei. Wir wissen nicht, was zuerst da war – die Betrachtungsweise oder die Eigenschaften.

Wenn Sie aber wissen möchten, wie Sie im Direktkontakt zu Ergebnissen kommen – derzeit jedoch nicht positiv, begeistert, fleißig, motiviert, lernbereit, kontaktfreudig, und so weiter . . . sind, dann kann ich Ihnen aus meiner Erfahrung berichten:

Wenn Sie die Welt als Ihr persönliches Versuchslabor betrachten, wird vieles leichter. Wenn Sie keine bestimmten Ergebnisse voraussetzen, sondern jedes Ergebnis mit Interesse akzeptieren, werden Sie – nahezu von alleine positiv, begeistert, fleißig, motiviert, lernbereit, kontaktfreudig, und so weiter . . .

Und diese Dinge sind beim Direktkontakt – also beim gezielten Ansprechen fremder Menschen – tatsächlich eine wichtige Eigenschaft.

Allerdings gibt es hierzu zwei Bedingungen, von denen Sie mindestens eine mitbringen müssen.

Welche?

Darüber sprechen wir in der nächsten Ausgabe . . .

Robert Pauly
Robert Pauly

Robert Pauly verhilft als Coach seit über zehn Jahren Networkern zu mehr Erfolg. Sein beliebtes Schulungsmaterial (Bücher, CDs, DVDs) wird von erfolgreichen Führungskräften zur Mitarbeiterschulung eingesetzt.

  • 1

16 Kommentare

  1. kreker 18. September 2014

    Die nächste Ausgabe.

    Antworten
  2. Peter Hartig 18. September 2014

    Klasse. Bin gespannt, wie´s weitergeht … 😉

    Antworten
  3. Hubert Maus 18. September 2014

    Das ist die interessanteste Betrachtungsweise die ich bisher gelesen habe.
    Ich freue mich auf Weiteres.

    Antworten
  4. Anne Vierling 18. September 2014

    ich bin sehr gespannt auf die Erklärung. Gehört und gelesen hat man ja schon fast alles. Nur das Umsetzen…

    Antworten
  5. Gerd Scheer 18. September 2014

    Ich bin sehr gespannt. Teil 1 ist bereits eine prima Einleitung.

    Antworten
  6. Dümler Andreas 18. September 2014

    Das perfekte Buch, wenn man im Network Marketing Erfolg haben möchte…

    Antworten
  7. Brigitte Hahn 18. September 2014

    Ich erkenne mich in Situation 2, ist spannend!

    Antworten
  8. Marco Steinbeck 18. September 2014

    Na da bin ich ebenso gespannt . . .

    Antworten
  9. Olli 19. September 2014

    na dann lass uns nicht zu lange warten 😉

    Antworten
  10. Sieglinde Bosch 19. September 2014

    Super, dieser Tipp. Freu mich schon auf Folge 2!

    Antworten
  11. Anja 19. September 2014

    Ey, vielen Dank für die gute Idee!!

    Antworten
  12. Marianne 19. September 2014

    Eine interessante Betrachtungsweise. Viele sind nach einigen Absagen enttäuscht und steigen schnell demotiviert aus. Dies ist ein „anderer“ und guter Denkansatz – werde ich weitergeben!

    Antworten
  13. Ryszard Jedynak 19. September 2014

    Sehr gut. Warte auf die nächsten Ausgaben

    Antworten
  14. stefan 20. September 2014

    Die Ansicht mit dem Versuchslabor gefällt mir sehr gut. Lass ma uns überraschen!!!

    Antworten
  15. Marion Ruckelshausen 20. September 2014

    Na dann bin ich ebenfalls gespannt.

    Antworten
  16. Heidi Gross 21. September 2014

    Sehr geehrter Herr Pauly,
    schoen mal wieder von Ihnen zu hoeren.Sie wurden vermisst.Danke fuer den interessanten 1.Teil,bin gespannt auf den naechsten
    Mit freundlichen Gruessen
    Heidi Gross

    Antworten

Hinterlasse ein Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.