post_griechenland2

Selbst- oder Fremderkenntnis, um Partner erfolgreich zu machen?

Im ersten Teil dieses Newsletters hatten wir drei Punkte definiert, um den Erfolg einer Person (oder einer Nation) sicherzustellen:

  1. Finanzielle Absicherung
  2. Funktionierendes Geschäftsmodell
  3. Ausreichender Anreiz, dieses Modell umzusetzen

Zu 1.: Wer keinen schweren finanziellem Druck auf sich lasten hat, kann sich seinem Erfolg widmen, ohne durch Nöte abgelenkt zu sein. Kann also auch zielgerichteter denken bzw. handeln. Und wirkt gleichzeitig attraktiver auf Andere, weil er/sie es „nicht nötig hat“.

Zu 2.: Mit „funktionierend“ ist gemeint, dass wir eine Arbeitsweise geliefert haben, die unser jeweiliger Partner auch umsetzen kann. Wenn unsere Network-Firma zwar funktioniert, unser Partner aber für sich persönlich keinen praktikablen Weg zur Umsetzung hat, stellt dies noch kein funktionierendes Geschäftsmodell dar.

Zu 3.: Nur, wenn für unsere Partner ein Anreiz besteht, dieses Modell auch in der Praxis umzusetzen, werden unsere Partner (und damit wir) erfolgreich.

Wir hatten diese drei Punkte im ersten Teil anhand einer Person und einer Nation beschrieben. Daraufhin erhielt ich von Herrn P. die folgende Nachricht:

„Hallo Herr Pauly,

Punkt 1 MUSS die Änderung und Einsicht der Person sein, sonst funktionieren alle anderen Punkte nicht. Und genau das ist wohl in beiden Fällen bisher nicht gegeben.

Oder ???“

Meine Antwort hierauf ist eindeutig. Sie lautet:

Ja und Nein.

Natürlich wäre es schön, wenn Einsicht und Änderungsbereitschaft bereits vorhanden sind. Tatsächlich ist beides aber nicht unbedingt zu Beginn nötig. Sondern kann sich durchaus auch „entlang des Weges“ entwickeln.

Es gibt nur eine Voraussetzung: Es darf keine Alternative geben.

Um ein Beispiel für eine Nation zu finden, brauchen wir uns nicht weit zu entfernen. Wir müssen nur ein paar Jahrzehnte in der Zeit zurückkehren. Vor dem 8. Mai 1945 war in Deutschland noch keine ausreichende Bereitschaft, aber auch noch kein ausreichender Druck zu einer Änderung vorhanden. (Wir sprechen hier vom Gesamtbild, nicht von einzelnen Personen.) Und ob sich nach diesem Datum die Bereitschaft zu einer Änderung tatsächlich sofort bei allen Leuten geändert hat, halte ich für fraglich . . .

Was sich aber mit Sicherheit geändert hatte, war, dass es keine Alternative gab.

Denn auch, wenn die Einsicht bzw. Bereitschaft zur Änderung vielleicht noch nicht vorhanden war: Die Aussage „Wissen Sie, Herr Churchill, Herr Roosevelt und Herr Stalin – wir haben eigentlich gar keine Lust, uns zu ändern“ hätte diese drei Herren nur wenig interessiert.

Gleichzeitig waren aber auch die oben genannten drei Punkte gegeben, um den Erfolg Deutschlands zu unterstützen:

  • Eine Grundabsicherung (durch Marshallplan, Rosinenbomber, etc.).
  • Der Anreiz, etwas zu tun (das Bild, bzw. die Vision von einem Neuaufbau).
  • Ein funktionierendes Modell (vorhandene Produktionsstrukturen, die lediglich wieder zum Leben erweckt werden mussten, technisches Know-How, etc.)

Und somit konnte das deutsche Wirtschaftswunder seinen Lauf nehmen.

Für eine Einzelperson (und deren persönliches Wirtschaftswunder) gilt das gleiche Prinzip.

Du wirst mit Sicherheit auch in deiner Network-Firma unter den erfolgreichsten Partnern einer Menge Menschen finden, die dir berichten: „Ich hatte einfach keine andere Wahl mehr – deshalb bin ich erfolgreich geworden.“

Und ja, vielleicht wäre es schöner, wenn wir alle durch Einsicht zu einer Änderung gelangen würden und die oben beschriebene Ausweglosigkeit nicht bräuchten. Vielleicht ist es aber für manche Menschen auch ganz gut, wenn sie diese Ausweglosigkeit erleben.

Aber egal, wie es in jedem einzelnen Fall aussieht – es ist nicht zwingend nötig, dass ein Mensch (oder eine Nation) selbst zur Einsicht gelangt, um für eine Änderung zu sorgen. Und ganz ehrlich: Auch die drei Punkte, die ich oben genannt habe, sind dafür nicht zwingend nötig. Denn wenn es hart auf hart kommt, funktionieren wir oftmals auch noch in Situationen, in denen es eigentlich unmöglich scheint, zu funktionieren.

Damit also auch unser Network-Geschäft funktioniert, müssen wir nicht immer selbst für die nötige Einsicht bzw. Änderungsbereitschaft sorgen. Oftmals sorgen schon andere Menschen, neue Umstände oder das Universum dafür . . .

Viel Erfolg – egal, welche Version für dich besser funktioniert – wünscht

Dein Robert Pauly

Hat dir dieser Artikel gefallen?

3 Antworten

  1. Da ich zugegebenermassen durch das Laster der Verschieberitis in die Zwickmühle des Umsetzenmüssens geraten bin, machen mir ehrlich gesagt diese Zeilen von Ihnen Mut, endlich zu starten!
    Danke
    Thomas

  2. Ich bin jetzt aufgewacht.
    Ich werde jetzt neu starten und alles dafür tun , da es meine situation erfordert.
    Danke
    m. ohnmeiss

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren
weitere Artikel von Robert Pauly

Search anything