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So entzündest du dein Warum

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Als ich Anfang zwanzig war, hatte ich viele große Träume und Ziele; damals waren sie hauptsächlich noch finanzieller und materieller Natur. Ich wuchs in einem Dorf mit rund tausend Einwohnern auf (meine Abschlussklasse hatte 42 Schüler!) und wenn ich auch eine wunderbare, liebevolle Kindheit erlebte, so hatten wir doch nie besonders viel Geld. Mein persönliches „Warum“ war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar.

Nachdem ich für mein Studium in eine Großstadt gezogen war, sah ich überall um mich herum Dinge, die ich gern besitzen wollte. Das inspirierte mich, mir ein Einkommensziel von jährlich 100.000 Dollar zu setzen. (Das war für mich ein ziemlicher Sprung, da ich bis dahin noch nie mehr als 30.000 Dollar im Jahr verdient hatte.)

Aber ich wollte nicht einfach nur das Geld, sondern ich wollte den Lebensstil. Ich wollte mir die Dinge leisten können, die ich in den Schaufenstern sah, wenn ich morgens zur Arbeit ging. Und ich wollte an ferne Urlaubsziele reisen, die ich in Reiseführern sah, und fremde Kulturen kennenlernen. Ich wollte ein schönes Zuhause und ein schickes Auto. Und ich wollte mir nicht über jeden Dollar, den ich ausgab, Gedanken machen müssen. Doch am wichtigsten war für mich, dass ich zu einer Persönlichkeit heranwachsen wollte, die 100.000 Dollar im Jahr verdienen konnte. Ich wollte das Selbstvertrauen, die Fähigkeiten und die Selbstsicherheit haben, die hierfür erforderlich sind.

Mein Warum war nun klar

Ich wurde mir also über mein WARUM klar und unternahm auch Schritte, um meine Ziele zu verwirklichen. Ich schnitt Fotos aus Magazinen aus und erstellte damit ein riesiges Traumposter, das ich an meiner Zimmerwand anbrachte. Darauf befanden sich verschiedene Bilder von allem, das mir wichtig war. Und von allem, das ich haben wollte – Kleider, Auto, Reisen und Erlebnisse mit meinen Freunden und meiner Familie.

Um das Ganze noch persönlicher zu gestalten, brachte ich darauf auch Fotos von mir und den Menschen an, die mir besonders nahestanden. Jeden Morgen beim Start in den Tag legte ich schwungvolle, inspirierende Musik auf (meine „Power-Songs“) und fokussierte mich auf mein Traumposter. Dabei konzentrierte ich mich nicht nur gedanklich auf meine Wünsche, sondern ich ließ in mir auch die wunderbaren Gefühle aufsteigen, die ich mit diesen Zielen erleben wollte.

Damals war ich sehr modebegeistert und wollte mir all die coolen Sachen kaufen, die ich in der Stadt in den Boutiquen sah. Damals konnte ich sie mir noch nicht leisten, aber ich ging während meiner Mittagspause durch die Läden, sah mir die Kleider an und erzeugte in mir das Gefühl, wie großartig es sein würde, sie zu tragen. Ab und zu probierte ich sie auch an, einfach um die Erfahrung noch realer zu machen.

Ich beschloss, dass mein erstes Auto ein Mercedes werden sollte, also ging ich zum Händler und machte eine Probefahrt. Die Ledersitze schmiegten sich an mich, ich spürte das Lenkrad in meinen Händen, all das begeisterte mich und ließ meine Vision noch realer werden. Ich liebte auch schöne Hotels, also nahm ich meinen Laptop und setzte mich in die Lounge des Four-Seasons-Hotels. Dann bestellte etwas zu trinken und stellte mir vor, dort zu wohnen.

Ich lieh mir DVDs mit Reisereportagen aus und stand jeden Morgen etwas früher auf, um mir einen Bericht über ein neues Land anzusehen. Dabei stellte ich mir vor, wie ich am Eiffelturm einen Kaffee trinke oder über eine belebte Piazza in Rom schlendere. Danach war ich so begeistert und inspiriert, die Welt zu bereisen, dass ich den ganzen Tag lang super motiviert war und hart arbeitete, denn ich wusste, worauf ich mich beim Erreichen meiner Ziele freuen konnte.

Immer wieder begab ich mich in Umgebungen, in denen mein WARUM lebendig wurde. Es war nicht einfach nur eine Idee in meinem Kopf, nein, meine Ziele fühlten sich für mich immer realer an. Ich empfand die Gefühle, die sich einstellen, wenn ich die Situationen tatsächlich erlebe. Diese Gefühle hielten meine Motivation hoch und trieben mich zum Handeln an.

An harten Tagen, die ich recht häufig erlebte, überragte die Begeisterung für meine Ziele die temporäre Frustration. Ich konnte richtig spüren, wie mein WARUM mich vorantrieb. So, dass es mich jedes Hindernis überwinden ließ, was jedes „Nein“ ein klein wenig erträglicher machte.

Diese ganzen positiven Gefühle hielten mich in Schwung und allmählich stellten sich die gewünschten Ergebnisse ein. Ich verdiente in jenem Jahr über 100.000 $ und seitdem erziele ich Jahr für Jahr ein sehr gesundes Einkommen. Diese Erfahrung hat mich gelehrt, dass ich meine Ziele verwirklichen kann, indem ich sie in meiner Vorstellung real werden lasse. So, dass ich dann meine bestmögliche Leistung bringen kann. Noch wichtiger: ich habe mir gute Gewohnheiten angeeignet. Und mir einen „Aktivitätsmuskel“ antrainiert, was es mir ermöglichte, seitdem viele weitere wunderbare Resultate und Erfahrungen zu manifestieren. Diese Vorgehensweise wird auch bei dir funktionieren, sofern deine Vision überzeugend genug für dich ist. Und du jeden Tag alles tust, um sie lebendig werden zu lassen.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

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