Loslassen – die wertvollste Lektion für mein Leben

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Manchmal sind wir so sehr bereit, vorwärts zu gehen – etwas zu erreichen, zu erschaffen oder eine Änderung in unserem Leben durchzuführen – um dann doch nur weiterhin still zu stehen. Wir scheinen alles richtig zu machen, aber irgendetwas hält uns zurück.

Loslassen kann uns manchmal helfen, diese Bremsen zu lösen.

Es war für mich an der Zeit, in meinem Leben voranzuschreiten. Während einer schwierigen 4-jährigen Scheidung hatte ich mich unter diversen Mentoren fortgebildet, die mir das Universum geschickt hatte. Diese hatten mir die nötigen Werkzeuge geliefert, um meine Familie zusammenzuhalten, während ich mehr über mich selbst und darüber, wie mein Leben sein sollte, gelernt hatte. Zwar war ich so sehr bereit, alles zu verwirklichen – aber nichts verwirklichte sich. Und ich wollte wissen, woran es lag!

Viele Menschen gelangen an einen solchen Punkt, uUm dann noch frustrierter zu sein, wenn alte Ängste wieder Besitz ergreifen. Vielleicht sollte diese Änderung nicht geschehen. Der Zeitpunkt ist nicht der richtige, sagen sie sich. Oder dass es besser sei, sich an das zu halten, was sie bereits wissen. Sie mögen vielleicht nicht glücklich sein, aber sie machen ihren Frieden mit sich selbst, indem sie mit den Dingen leben, die sie für sich zu erwarten gelernt haben.

Mich an das zu halten, was ich wusste, kam nicht in Frage. Ich war jetzt der Mensch, von dem meine Kinder in Bezug auf Liebe und Unterstützung abhängig waren. Und ich hatte sie auf bestmögliche Weise voranzubringen.

Wie all meine Mentoren erschien Bob Proctor scheinbar zufällig. Ich war von seinem Vortrag beeindruckt. Was er sagte, war für mich nicht neu, aber wie er es sagte, ließ mich innehalten und nachdenken. Dieser Mann wurde mir geschickt, um mir einen ordentlichen Tritt in den Allerwertesten zu verpassen und mich in Bewegung zu bringen. Ich konnte es spüren. Daher meldete ich mich umgehend zu seinem Seminar an.

Einen Monat später sah ich nicht nur eine Live-Veranstaltung mit Bob Proctor, sondern hatte auch die Gelegenheit, ihn persönlich zu treffen. Ob ich nervös war? Ja! Ich hatte alles über Bob und seine Lehren in Erfahrung gebracht, was ich konnte. Je mehr ich lernte, umso mehr wurde mir bewusst, dass das Universum etwas mit mir vorhatte.

Als ich vor Bob saß, fragte er, wie es mir ginge und ich ließ alles heraus.

“Bob, ich weiß nicht, warum ich scheinbar nicht vorwärts komme. Ich fühle mich, als ob ich bereit wäre und trotzdem tue ich es nicht. Was ist da los?“ Ich erzählte ihm, dass ich erst kürzlich geschieden wurde, aber Einspruch gegen die Unterhaltsvereinbarungen erhoben hatte. Nicht, um mehr Geld zu bekommen, sondern um eine Entscheidung des Gerichts zu ändern, welche die Ausbildung der Kinder beeinflussen würde. Er stellte mir weitere Fragen über die Scheidung und sah mich an, ohne ein Wort zu sagen. Dann meinte er: “Du musst es vollständig loslassen.” “Loslassen, vollständig? Wie? Und was ist mit dem Einspruch und meinen Kindern?” “Lass es los, die ganze Sache. Du brauchst das nicht. Du hast Deine Aufgabe und du bist bereit. Lass los! Schreib´ dein Buch und fahre damit fort, zu schreiben. Hilf den Menschen auf der ganzen Welt, so wie du es dir wünscht. Fang mit deinem Leben an.”

Eine Welle der Erleichterung durchzog mich durch das Loslassen.

Es war tatsächlich ein interessantes Gefühl. Ich fühlte, wie ich das letzte bisschen Spannung, das ich aufrecht erhielt, losließ! Ich fühlte mich wunderbar und ich war von der Idee begeistert, meinen Start zu beginnen.

In dieser Nacht wachte ich um zwei Uhr morgens auf. Ich kämpfte mit mir selbst. Ich wünschte mir diese Freiheit, diese Fähigkeit für das Gefühl, dass ich voranschreiten könne. Aber was wäre mit dem Einspruch? Was wäre mit meinen Kindern und deren Zukunft? Wenn ich den Einspruch fallen ließ, könnte dies ihre zukünftigen Möglichkeiten einschränken. Ich bewegte mich vor- und rückwärts – sollte ich oder sollte ich nicht? Überflüssig zu sagen, dass ich kaum zum Schlafen kam. Schließlich entschied ich, auf meine eigene Stimme zu hören. Wenn ich mir sagte, dass ich alles fallen lassen würde, verkrampfte sich mein Magen.  Das war mein Körper, der mir sagte, dass ich dieser Entscheidung nicht zustimme. Mein Magen ist mein Mittelpunkt. Was ist Ihrer? Wenn ich mir sagte, dass ich den Einspruch aufrecht erhalten würde, entspannte sich mein Magen, aber ich war nicht glücklich.

Der Gedanke, den Einspruch fallen zu lassen und die möglichen Folgen für die Studienausbildung meiner Kinder erfüllten mich einfach nur mit Bedauern. Und Bedauern ist etwas, das ich verabscheue. Aber ich wollte dieses Gefühl des Loslassens einfach nicht loslassen. Ich wollte vollständig frei sein, mein Leben zu leben. Wie konnte ich loslassen und doch nicht loslassen? Und plötzlich begriff ich.

Als ich den Einspruch erhob, hatte ich etwas getan, von dem ich in meinem Herzen wusste, dass es getan werden musste, hatte mich vorbereitet und den Ball ins Rollen gebracht. Nun war es ein Prozess. Ich konnte diesen Prozess laufen lassen – seinen Ausgang an Gott und das Universum übergeben. Es gab nichts mehr, was ich zu tun hatte. Ich hatte schon alles getan. Ob ich gewinnen oder verlieren würde, lag nicht mehr in meiner Hand. Warum also sollte ich auch nur noch das kleinste bisschen daran festhalten?

Es war an der Zeit, meinen Lebenszweck zu beginnen und alles loszulassen! Also machte ich mir während der verbleibenden drei Monate kaum Gedanken über den Ausgang. Es lag nicht mehr in meinen Händen. Und wie viele Sorgen ich mir auch machte, es würde nichts helfen. Stattdessen begann ich, mein Buch zusammenzufügen. Ich liebte alles, was mir mein Leben präsentierte. Hatte kein Bedauern. Fühlte mich frei. Endlich und auf wundervolle Weise frei.

Drei Monate später entschied das Gericht zu meinen Ungunsten.

Ich hatte nicht gewonnen. Nun würde ich lügen, wenn sagen würde, dass es mir nichts ausmachte. Natürlich tat es das, sonst hätte ich es nicht versucht. Aber es zog mich nicht herunter. Es ließ mich nichts Fürchterliches in meinem Inneren fühlen. Ich wusste in meinem Herzen, dass es uns trotzdem gut gehen würde. Ich weiß, wohin ich gehe und ich weiß, dass ich in der Lage sein werde, meinen Kindern das Beste zu geben, das ich ihnen geben kann.

Wenn du dich auf deine Sehnsüchte und auf deinen endgültigen Plan für die Zukunft konzentrierst, kann das Nervosität, Angst und Zweifel hervorrufen. Verzage nicht. Übe deine Dankbarkeit, erhöhe deine Schwingung und das Niveau deiner Gedanken, und konzentriere dich sich auf dein Anliegen oder auf deinen Lebenszweck. Lasse die negativen Gefühle ziehen, diese werden dir nicht helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Durch Angst oder Zweifel entsteht keine gute Entscheidung. Konzentriere dich darauf, was in der Gegenwart deine Aufmerksamkeit erfordert und überlasse alles andere seiner eigenen Entwicklung. Du bist kein Hellseher, warum also solltest du deine Zeit mit etwas verbringen, was du gar nicht lenken kannst?

Der Abschluss

Gestatte mir, mein Beispiel abzuschließen. Ich hatte den erhobenen Einspruch verloren und musste den Verlust loslassen. Ich hatte mir selbst und allen anderen, die in den Prozess eingebunden waren, vergeben und fühlte inneren Frieden. Einen Monat später erhielt ich einen Anruf von der Familie meines Ex-Mannes. Es war ein Anruf, der mir zusicherte, dass ich mir keine Sorgen machen müsse, denn unsere Kinder würden bei ihrer Studienausbildung unterstützt werden. Der einzige Zweck meiner Mühen um den Einspruch war das Studium meiner Kinder. Obwohl ich vor Gericht verloren hatte, hatte ich am Ende gewonnen, was ich mir für meine Kinder wünschte.

Im Rückblick weiß ich, dass es daran lag, dass ich den Schmerz losgelassen hatte und keinen Ärger und keine Ängste mehr aufrecht erhielt. Ich war im Frieden und akzeptierte meinen Ex-Mann und seine Familie. Weil ich so dachte und empfand, weiß ich, dass es auch jedes Mal in meinem Reden, Handeln und Fühlen zu sehen war, wenn wir uns trafen.
Meine Toleranz und Akzeptanz erlaubten der anderen Partei ebenfalls, mir gegenüber sanfter zu werden. Und schließlich wollen wir als Elternteile unseren Kindern das Beste bieten, was wir nur können. Loszulassen löste die Sorgen, Zweifel und Ängste und sorgte dafür, dass mein Lebenssinn und meine Sehnsüchte wieder zu mir zurückkommen konnten.

Vielen Dank, Mr. Bob Proctor!

Alena Chapman

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